Bogen Krätze-Fälle in der Kaserne

Die Krätze ist bayernweit auf dem Vormarsch. Immer mehr Fälle der extrem unangenehmen Hautkrankheit werden bekannt. Auch vor der Graf Aswin Kaserne in Bogen macht sie nicht halt. Foto: kas

Die Krätze ist bayernweit auf dem Vormarsch. Immer mehr Fälle der extrem unangenehmen Hautkrankheit werden bekannt. Auch vor der Graf Aswin Kaserne in Bogen macht sie nicht halt.

Krankenkassen hatten in Bayern erst vor wenigen Wochen Alarm geschlagen. „Die Anzahl der Verordnungen von entsprechenden Salben und Tabletten gegen die Krätze ist im Freistaat innerhalb eines Jahres um 40 Prozent gestiegen“, teilte Claudia Wöhler, Landesgeschäftsführerin der Barmer mit.

Die Krankheit wird durch die Krätzmilbe übertragen. Sie hat sich nun offenbar auch in der Graf Aswin Kaserne in Bogen „eingeschlichen“. Dort sind etwa 670 Soldatinnen und Soldaten stationiert. „Im Jahr 2018 gab es bislang zwei Fälle von Krätze am Standort Bogen“, berichtet Oberstleutnant Matthias Frank vom Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr auf idowa-Nachfrage. Dies sei allerdings nichts Ungewöhnliches. In einem internen Merkblatt der Bundeswehr heißt es hierzu: „In der Enge der militärischen Gemeinschaft kommt es immer wieder zum Ausbruch von parasitären Erkrankungen. Hierzu zählt auch der Befall mit der Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei).“

Nach idowa-Informationen soll es in der Bogener Kaserne in den letzten Tagen und Wochen zu weiteren Krätze-Fällen bei Soldaten in der Kaserne gekommen sein. Auch Angehörige haben sich demnach angesteckt. Dies konnte Oberstleutnant Frank jedoch nicht bestätigen: „Im Februar und im April ist jeweils ein Fall aufgetreten.“ Entsprechende Maßnahmen zur weiteren Ausbreitung der Krätze in der Kaserne wurden ergriffen. Der Betrieb am Standort Bogen läuft daher uneingeschränkt weiter. Laut Matthias Frank fallen an der Krätze erkrankte Soldaten „im Regelfall für wenige Tage aus.“

Zwar ist der Befall mit der Krätzmilbe grundsätzlich nicht gefährlich, kann aber zu ausgedehnten Ausbrüchen führen. Bei der Bundeswehr gibt es daher strenge Auflagen. Ansteckungsgefahr besteht vor allem bei Hautkontakt, aber auch durch die gemeinsame Nutzung von Polstermöbeln oder Handtüchern. Krätzmilben können außerhalb des menschlichen Körpers einige Tage überleben und sich in dieser Zeit einen neuen Wirt suchen. Krätze äußert sich vor allem durch heftigen Juckreiz. Im Falle entsprechender Symptome sollte umgehend ein Hautarzt aufgesucht werden.

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