Bogen Aktivisten demonstrieren vor Donautal-Gelände

Unter Einhaltung der Corona-Abstandsregelungen haben am Freitagnachmittag rund 20 Aktivisten aus verschiedenen Organisationen und Gruppierungen gegen die Zustände in der Firma Donautal demonstriert. Foto: Sandra Hartl

Am Freitagnachmittag hat sich neben dem Gelände der Firma Donautal Geflügelspezialitäten (früher Wiesenhof) eine Gruppe von rund 20 Aktivisten aus verschiedenen Gruppen platziert, um sich bei einer Kundgebung gegen die Umstände auszusprechen, unter denen die Mitarbeiter der Firma leben und arbeiten müssen. Außerdem waren die Umweltproblematik des Fleischkonsums sowie die Massentierhaltung und Schlachtung ein Thema.

„Bei Donautal werden Menschen in einer Notsituation ausgebeutet. Es wird ausgenutzt, dass viele der meist osteuropäischen Arbeiter die deutsche Sprache nicht können“, fasst Heike Oeler, Organisatorin der Demonstration, das Grundproblem zusammen. „Unser Ziel ist es, dass alle Menschen die Möglichkeit auf gleiche und faire Bedingungen haben.“ Und der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Johann Jungtäubl, führt aus: „Die Situation bei Donautal ist, dass jeder den Schwarzen Peter jemand anderem zuschiebt. Es hausen zehn Leute in Zimmern, die auf höchstens drei Personen ausgelegt sind. Dafür muss jeder rund 120 Euro pro Bett zahlen – bei viel zu geringem Verdienst.“ Auch Mitglieder von Greenpeace und des Bund Naturschutz, die sich insbesondere für das Tierwohl einsetzen, sowie Schüler der Fridays-For-Future-Bewegung stellen sich bei der Demo gegen Donautal.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading