Eigentlich soll im BKH Lerchenhaid nicht gelockert werden, vor zwei Wochen hat ein Gerichtsbeschluss aber genau das für einen Patienten erstmals erwirkt. Josef Fröschl, Direktor der Bezirksverwaltung, hat in der Bezirksausschuss-Sitzung vom Dienstag den Vorgang aus Sicht des Bezirks dargestellt. Eine Rätin wollte wissen, warum es überhaupt soweit kam.

Ein Einzelfall, der überraschend kam, sei der begleitete Freigang des Patienten gewesen - der erste seit 29 Jahren, sagte Fröschl. Die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Regensburg hatte das BKH zur Lockerung per einstweiliger Anordnung verpflichtet - und das gegen das Versprechen des Sozialministeriums, dass aus dem BKH grundsätzlich nicht gelockert werde. Auf Nachfrage von Bezirksrätin Rita Röhrl erklärte Fröschl, der Patient sei lockerungsreif gewesen, habe jedoch einer Verlegung widersprochen und stattdessen eine Vollzugslockerung in Straubing per Gerichtsbeschluss erwirkt. Eine Verzögerung der Lockerung habe nicht mehr gerechtfertigt werden können - darum habe der Patient am 11. Februar begleiteten Freigang erhalten.

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