Die kleine Rinderherde kommt aus dem Stall heraus und nähert sich dem Zaun. Neugierig mustern die Tiere den Besuch und ihren Landwirt, Siegi Mühlbauer. Der rupft eine handvoll Löwenzahn ab und hält es Giselle vor die Nase. Die reckt ihren Kopf in seine Richtung und frisst ihm vorsichtig aus der Hand. Mühlbauer führt eine kleine, aber feine ökologische Landwirtschaft.

6,5 Hektar Fläche bewirtschaftet er. Er hat Hühner, Bienen und eben auch die fünf Rinder. "Wagyu mit 30 Prozent Black Angus", präzisiert Mühlbauer. Kürzlich ließ er erstmals ein Tier seiner Herde, eine fünfjährige Kuh, schlachten. So stressfrei wie nur möglich, direkt am Hof.

Dazu kam der Pentinger Luger Metzger nach Kothmaißling. Mühlbauer hatte zuvor die Kuh trainiert, sodass sie mit einem Eimer voller Schrot in den Fangstand gelockt werden konnte. Die Schlachtung erfolgte im Beisein eines Tierarztes. Das Bio-Fleisch verkauft die Familie Luger nun für Mühlbauer in ihrer Metzgerei. Die Nachfrage: groß.