"Bin stolz auf die Mannschaft" SSV Jahn vs. Stuttgart: Die Stimmen zum Spiel

Marco Grüttner (links) und der SSV Jahn haben gegen den VfB Stuttgart (hier Holger Badstuber) gut dagegen gehalten. Foto: Sascha Janne

Der SSV Jahn Regensburg hat das Spiel gegen den VfB Stuttgart, die Übermannschaft der 2. Bundesliga, am Samtagnachmittag bis zum Ende offen gehalten. Letztlich musste sich die Jahnelf aber knapp mit 2:3 (0:1) geschlagen geben. Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel.

Marco Grüttner (Kapitän SSV Jahn): "Es hat Spaß gemacht gegen den VfB und ich habe mich auf das Spiel gefreut, bin mit dem Ergebnis aber natürlich nicht zufrieden. Wir haben gewusst, dass es nicht einfach wird, dass Stuttgart sehr spielstark ist. Aber ich bin stolz auf die Jungs, wir haben alles probiert, alles rausgehauen. Klar hatte der VfB die größeren Torchancen und wir hatten auch Glück, dass wir lange im Spiel waren. Aber letztlich mussten sie bis zur 94. Minute verteidigen und um den Sieg zittern. Selbst nach dem 1:3 haben wir nicht aufgegeben. Wir hätten gerne einen Punkt mitgenommen, aber es war ein verdienter Sieg für Stuttgart. Das Spiel macht auf jeden Fall Mut, aber den brauchen wir eigentlich nicht, denn wir haben jetzt nicht die Köpfe unten. Wir haben ein ordentliches Spiel abgerissen gegen eine Mannschaft, die aufsteigen wird, da bin ich mir sicher."

Sebastian Nachreiner: "Man hat gesehen, dass Stuttgart qualitativ eine wahnsinnig gute Mannschaft ist. Das zu verteidigen ist eine sehr schwere Aufgabe. Was da an Qualität auf dem Platz ist und von der Bank noch einmal nachgelegt werden kann, sucht in der Liga seinesgleichen. Aber wir haben schon gut dagegen gehalten und alles gegeben, der Einsatz hat gestimmt. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir es lange Zeit geschafft, das Spiel offen zu halten. Blöd ist, dass uns zwei Standardsituationen das Spiel kosten. Wenn wir das besser verteidigen, wäre etwas drin gewesen. Das ist sehr schade, weil man sich für die couragierte Leistung vielleicht mit einem Punkt hätte belohnen können."

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Federico Palacios: "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und vielleicht wäre auch mehr drin gewesen. Es war aufregend und die Fans haben uns super nach vorne getragen. Ich habe schon in der ersten Woche hier gesehen, dass die Mentalität in der Mannschaft sehr groß ist. Entsprechend schreckt dann auch ein 1:3 nicht ab, wir geben bis zur letzen Sekunde alles. Am Ende haben wir sogar noch eine Flanke, wenn die punktgenau auf den Kopf kommt, steht es wahrscheinlich 3:3, dann brennt hier der Baum. Stuttgart ist eine Riesenmannschaft und spielerisch waren sie besser, das haben wir auch so erwartet. Wir wussten, dass es ein schweres und läuferisch ansprungsvolles Spiel wird. Ich bin froh, dass ich direkt zum Einsatz kam und auch mein erstes Tor machen konnte."

Mersad Selimbegovic (Trainer SSV Jahn): "Es war eine packende Partie. In der ersten Halbzeit haben wir es geschafft, so zu verteidigen, dass der Gegner nicht zu vielen Großchancen gekommen ist. Beim 0:1 stehen wir nicht so wie wir sollten. In der zweiten Halbzeit sind wir mehr ins Risiko gegangen, weil wir gemerkt haben, dass etwas möglich ist und machen verdient den Ausgleich. Nach dem 1:2 sind wir voll ins Risiko gegangen und bekommen das 1:3. Ich bin stolz auf das, was die Mannschaft gemacht hat. Nach dem 1:3 sind sie sofort nach vorne. Wir machen den Anschluss und haben sogar noch die Chance zum 3:3. Wir müssen genauso weitermachen, dann holen wir auch unsere Punkte."

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Hamadi Al Ghaddioui (Ex-Regensburger beim VfB Stuttgart): "Wir hatten sehr viel Ballbesitz. Aber wir haben unsere Tormöglichkeiten nicht so gut ausgespielt, hätten uns noch mehr Chancen herausarbeiten können. Regensburg hat toll dagegen gehalten und alles investiert. Am Ende wurde es nochmal richtig eng und ein richtig hitziges Spiel. Ich denke, das Ergebnis geht in Ordnung. Mein Job ist es, Tor zu schießen und jetzt habe ich heute einen gemacht. Dass ich danach nicht euphorisch gejubelt hat, hat mit dem Respekt vor meinem ehemaligen Club zu tun."

Tim Walter (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben sehr langsam, sehr fahrig gespielt heute. Wir haben versucht, mit 80 Prozent zum Erfolg zu kommen, so hat es sich zumindest angefühlt. Aber die Jungs sind selbstkritisch genug, um zu wissen, dass wir das besser können. Bis zum 1:1 haben wir um den Ausgleich gebettelt, haben den Gegner zurückkommen lassen. Mit dem, was wir danach gemacht haben, war ich sehr zufrieden. Da haben wir angefangen Fußball zu spielen und waren zielstrebiger. Am Ende haben wir verdient gewonnen, aber es war ein schwerer Tanz."

 

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