Bildung Kultusministerium will Schulleitungen in Bayern entlasten

Schulleiterinnen und Schulleiter in Bayern sollen sich zum neuen Schuljahr mehr Zeit für ihre Leitungsaufgaben nehmen können. Man wolle den Schulleitern Entlastungsstunden von umgerechnet insgesamt 115 Vollzeitstellen zur Verfügung stellen, teilte das bayerische Kultusministerium am Montag in München mit. Diese könnten dann in die Planung des Personalbedarfs der Schulen einfließen. Davon solle jede Grund-, Mittel- und Förderschule im Freistaat profitieren.

Zudem könnten mehr als weitere 50 Realschulen, Gymnasien und Berufliche Schulen in Bayern vom kommenden Schuljahr durch das Modell der "Erweiterten Schulleitungen" Leitungsaufgaben auf mehr Schultern verteilen, teilte das Kultusministerium mit. "Unsere Schulleiterinnen und Schulleiter machen hervorragende Arbeit", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). "Damit das so bleiben kann, schaffen wir - wo kurzfristig möglich - Entlastungsmöglichkeiten." Weitere Schritte in diese Richtung sollten folgen, kündigte Piazolo an.

"Diese Stellen sind in der jetzigen Zeit genau das richtige Zeichen", sagte die Präsidentin des Lehrerverbandes BLLV, Simone Fleischmann. Jetzt komme es vor allem darauf an, dass die Stellen sinnvoll verteilt werden. Langfristig reiche die Aufstockung aber nicht.

Der BLLV hatte Anfang des Jahres gefordert, die Schulleitungen in Bayern müssten mehr Zeit zum Organisieren bekommen - und mehr Kompetenzen, damit sie mit passgenauen Notlösungen auf den vielerorts herrschenden Lehrermangel reagieren könnten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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