Bier-Reklame versteigert Brauhaus spendet an Landshuter Netzwerk

Sache erledigt: Christoph Zellner (rechts) vom Landshuter Brauhaus und Jürgen Handschuch, Geschäftsführer des Landshuter Netzwerks Foto: Ingmar Schweder

Vom Verbleib der Brauhaus-Reklame weiß man nur so viel: Sie soll an einem Gartenhaus befestigt werden, das dem neuen Eigentümer aus der Gegend von Rottenburg gehört. Wie das gehen soll, bleibt ein Geheimnis, genauso wie die Identität des Meistbietenden, der die Reklame für den guten Zweck kürzlich auf Ebay ersteigert hat.

Kein Geheimnis ist hingegen, dass das Landshuter Netzwerk nicht erfreut war, als das Landshuter Brauhaus das Netzwerk-Gebäude als Werbefläche für Alkohol nutzen wollte. Kritisiert wurde nach der Montage der vier mal vier Meter großen Reklame, dass im Gebäude - und sogar im selben Stockwerk - eine Suchtberatung für Alkoholkranke untergebracht ist. Die Brauerei korrigierte daraufhin den Fauxpas, entschuldigte sich und bot als Wiedergutmachung den Spendenerlös an, den die Reklame auf der Auktionsplattform Ebay einbringen sollte. Das höchste Gebot lag letztlich bei 699 Euro. Der unbekannte Käufer rundete gleich auf 750 Euro auf, das Landshuter Brauhaus schließlich auf 1.000 Euro, die nun dem Landshuter Netzwerk zugutekommen werden.

Am Donnerstag besuchte Christoph Zellner vom Vertrieb der Brauerei das Landshuter Netzwerk und übergab Netzwerk-Geschäftsführer Jürgen Handschuch den Scheck. Schwamm drüber und erledigt, da waren sich Zellner und Handschuch einig. Handschuch: "Wir sind von der Pandemie sehr gebeutelt und können jeden Cent gebrauchen", freut sich der Geschäftsführer. Die Summe wird in Teilen in die Suchtberatung und in therapeutische Wohngemeinschaften fließen.

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