Bienen halten ist Trend Berufsimker fordert Nachweis für Umgang mit Bienen

Geschäftsführer Josef Muhr von der Bioland-Imkerei Muhr in Prackenbach sieht die Hobbyimkerei aus zweierlei Perspektiven. Foto: Anna-Lena Weber

Spätestens durch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ vor drei Jahren sind die Insekten wieder im Bewusstsein der Menschen angelangt.

Auch in Schulen gibt es mehr Bienenstöcke, an denen AGs das Imkern lernen. Doch die meisten sehen die Arbeit mit den Tieren als Hobby.

So sind 96 Prozent der insgesamt rund 159 500 Imkereien in Deutschland Freizeitimkereien. Auch in Bayern sind nur 100 der insgesamt rund 700 Betriebe im Vollerwerb tätig. Dennoch liefern die wenigen Berufsimker fast die Hälfte des Honigs, der durch die Imkereien in Deutschland produziert wird.

Geschäftsführer Josef Muhr von der Bioland-Imkerei Muhr in Prackenbach sieht die Hobbyimkerei aus zweierlei Perspektiven. Aus der Sicht des Bedarfshändlers sagt er: „Je mehr Imker, desto besser.“ Er ergänzt diese Aussage jedoch mit einem großen „Aber“. Denn: „Als Berufsimker bin ich für eine Art Bienenführerschein. Wenn man sich um ein Lebewesen kümmert, sollte man einen entsprechenden Background haben.“

Hobbyimker, die sich also ordentlich mit den Tieren und der Arbeit befassen und einen angemessenen Honigpreis verlangen, seien herzlich willkommen. Viele verkaufen ihre Erzeugnisse nämlich laut Josef Muhr unter Wert. „Ein 500-Gramm-Glas sollte nicht unter acht Euro kosten“, bewertet er den Honigpreis. Generell sollte man seiner Meinung nach den regionalen Markt stärken. Nur rund 30 Prozent des jährlichen Honigbedarfs stammt aus heimischer Produktion.

Passend zum Thema: Obi Godwin flüchtet vor acht Jahren aus Nigeria nach Deutschland. In unserem Podcasts „Sprechstunde“ erzählt er mit seinem Chef Josef Muhr, wie er zu seiner Ausbildung zum Imker kam.

Weitere Artikel

 
 
 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading