Betrugsversuch in Straubing Regensburger Gericht verurteilt falsche Kriminalbeamte

Zwei Männer wurden im Februar nach einem Betrugsversuch in Straubing festgenommen und inzwischen auch verurteilt. (Symbolbild) Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild/dpa

Bei dem Versuch, eine Rentnerin aus Straubing zu betrügen, sind zwei Männer, die sich als falsche Kriminalbeamte ausgaben, aufgeflogen. Sie wurden bereits im Februar festgenommen und jetzt zu Haft- beziehungsweise Bewährungsstrafen verurteilt.

Anfang des Jahres erhielt eine 80-jährige Frau aus Regensburg dauernd Anrufe von einem angeblichen BKA-Beamten. Dabei wurde sie nach Bargeld und Wertsachen gefragt. Die Frau informierte die Polizei. Zusammen mit der Kripo stellte sie den Betrügern eine Falle. 

Als einer der beiden am 4. Februar vor der Wohnung der Rentnerin auftauchte und sich als Polizeibeamter vorstellte, warteten bereits Zivilbeamte der Straubinger Polizei und weitere Zivilkräfte der Kriminalpolizei Niederbayern auf ihn. Die Ermittler nahmen den 23-jährigen Italiener und später auch seinen 35-jährigen syrischen Komplizen, beide aus dem Raum Stuttgart, fest.  Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg erließ am Tag darauf der Haftrichter beim Amtsgericht Regensburg Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs.

Abholer zu Haftstrafe verurteilt

Zwischenzeitlich verurteilte das Amtsgericht Regensburg den 23-jährigen Italiener zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges. Dabei bestätigte das Gericht die Rechtsauffassung der Staatsanwaltschaft Regenburg, wonach Kuriere als unverzichtbares Glied der Bandenstruktur, als Mittäter, und nicht nur als Gehilfen zu belangen sind. Der 35-jährige Komplize, der bei der Tatausführung als Fahrer fungierte, wurde zu einer 22-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

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