Die Frau lag im Sterben. Das wusste Claudia Wiesheu, als sie mit ihrer Hündin Leni ein letztes Mal das Zimmer in dem Hospiz betrat. Jede Woche waren Wiesheu und ihre Labrador-Hündin bei der Frau zu Besuch gewesen. An der Wand in ihrem Zimmer hingen Bilder ihres eigenen Hundes.

Leni legte sich zu der Frau ins Bett, die bereits die Augen geschlossen hatte und auch nicht mehr auf Ansprache reagierte. Claudia Wiesheu führte die Hand der Dame an Lenis Ohr. Mit letzten Kräften streichelte sie Leni und obwohl ihre Augen zu waren, begann sie in diesem Moment zu lächeln.