Keinem festen Plan, sondern seinem Traum zu folgen, ist wunderschön. Das brachte Freischreiben-Autorin Alexandra Kraus von einem neuseeländischen Vorgarten zu den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Die Geschichte.

Mitte November 2021 in Miramar, einem Vorort Wellingtons, der Hauptstadt Neuseelands: Am Ende einer Sackgasse steht ein altes Holzhaus aus den 1950er-Jahren. Der Boden der Einfahrt ist befleckt mit grün-grauen und gelben Spritzern, verursacht von Sprühfarben und dem typischen Wind, der täglich weht.

Der Rasen des Vorgartens ist zutiefst mitgenommen, jedoch in einer ziemlich exakten rechteckigen Form. Ich bemerke das erst jetzt, da ich nicht auf ihm stehe, sondern acht Meter über ihm schwebe. Unter mir bedienen Tim, Jo und Gareth einen von uns selbstgebauten Kran, an dem ich gerade hänge. Diese Jungs sind wie eine Familie für mich und so vertraue ich ihnen mein Leben an.

Für mich ist das mittlerweile ein Tag wie jeder andere. Mein Wecker geht um 2 Uhr morgens für meine Frühschicht in einer Bäckerei. Nach einem kleinen Mittagsschlaf und dem Pole-Dance-Training, bei dem ich Tim, einen meiner besten Freunde, kennengelernt habe, treffe ich mich normalerweise mit ihm und gleichgesinnten Freunden und wir arbeiten zusammen an dem Traum, Filme zu machen.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.