Beschluss im Ältestenrat Stadt Landshut verleiht 2022 keine Bürgermedaille

"Für verdienstvolles Wirken" wird in der Stadt Landshut beim Sommerempfang des Oberbürgermeisters jedes Jahr die Bürgermedaille verliehen. Foto: Christine Vinçon

Die Stadt Landshut wird im Jahr 2022 keine Goldenen Bürgermedaillen verleihen. Ein entsprechender Vorschlag von Oberbürgermeister Alexander Putz wurde am Donnerstagvormittag vom Ältestenrat des Stadtrats einstimmig befürwortet.

Der Grund: Die Landshuter Zeitung hatte ausführlich über einen konkreten Kandidatenvorschlag berichtet und außerdem weitere Spekulationen über die diesjährige Auszeichnung angestellt. In der Folge bestehe die Gefahr, bisherige Preisträger und/oder Personen, die öffentlich für die hohe Auszeichnung ins Spiel gebracht wurden, zu beschädigen, sagt Putz.

„In der Öffentlichkeit könnte dadurch der falsche Eindruck entstehen, dass sich der Stadtrat bei der wichtigen Frage, welche Persönlichkeiten mit der Bürgermedaille gewürdigt werden sollen, am Ende nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen kann. Das würde weder der Leistung der Geehrten noch dieser Auszeichnung selbst gerecht.“

Die Berichterstattung just am Tag einer weiteren Sitzung des Ältestenrats zu diesem Thema kann sich der Oberbürgermeister nur so erklären, dass „zum wiederholten Mal und offenbar ganz gezielt wesentliche Inhalte vertraulicher Beratungen eines Stadtratsgremiums an die Presse weitergegeben wurden“.

Grundsatzproblem für Stadtrat

Dies kristallisiere sich zunehmend als Grundsatzproblem für den Stadtrat heraus, denn: „Schon seit Jahren ist die Vertraulichkeit von Beratungen und Diskussionen, die in nichtöffentlichen Sitzungen von Stadtratsgremien erfolgen, nicht mehr gewährleistet“, sagt Putz. Das erschüttere die Vertrauensbasis zwischen den Stadtratsmitgliedern, aber auch zur Verwaltung.

„Eine konstruktive, lösungsorientierte Zusammenarbeit ist unter solchen Umständen kaum möglich. Deshalb muss diese Unsitte sofort und ein für alle Mal abgestellt werden.“

 
 
 

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