Berlin Kampf um CDU-Vorsitz wird vertagt

"Wir haben uns das alles nicht leicht gemacht", sagt Generalsekretär Paul Ziemiak nach den stundenlangen Beratungen, bei denen es teils hoch hergegangen sein soll. Foto: Stefanie Loos/AFP-Pool/dpa

Die CDU Deutschlands weicht dem Druck steigender Corona-Infektionen und verschiebt ihren für Anfang Dezember geplanten Parteitag mit der Wahl eines neuen Vorsitzenden ins nächste Jahr.

Die Partei wisse, welche Verantwortung ihr in dieser Zeit zukomme, begründete Generalsekretär Paul Ziemiak die Entscheidung, der eine teils kontroverse Debatte in den Parteigremien vorausgegangen war. Während der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet als einer von drei Kandidaten um den Parteivorsitz bereits vorher eine Verschiebung gefordert hatte, witterte sein Hauptkonkurrent Friedrich Merz eine Verschwörung gegen sich. Der Parteitag hätte ursprünglich am 4. Dezember in Stuttgart stattfinden sollen. Im Konrad-Adenauer-Haus, der Parteizentrale in Berlin, war ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet worden, um ein den Corona-Regeln entsprechendes Treffen mit 1.001 Delegierten und Hunderte Journalisten zu ermöglichen. Die ständig steigenden Corona-Zahlen und auch die eindringlichen Mahnungen der ehemaligen CDU-Vorsitzenden Angela Merkel ließen Parteipräsidium und Bundesvorstand jetzt die Notbremse ziehen.

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