Berchtesgadener Land Wiederaufbau von zerstörter Bobbahn einen Schritt weiter

Immer noch sind schwere Schäden zu sehen nach der Zerstörung der Bobbahn am Königssee. Foto: Kilian Pfeiffer/dpa

2021 hat ein Unwetter die Bobbahn am Königssee teils zerstört. Nun ist ein weiterer Schritt zum Wiederaufbau der ältesten Kunsteisbahn der Welt getan.

Ein zweidimensionales Modell soll es am Ende zeigen: Mit welcher Verbauung, mit welchen Maßnahmen kann die Kunsteisbahn in Schönau am Königssee in Zukunft bestmöglich geschützt werden? Die Ausschreibung zur Suche nach einem Generalplaner soll in Kürze starten, die Unterlagen sind fertig. Weil EU-weit ausgeschrieben wird, kann sich das Verfahren aber laut dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein (WWA) hinauszögern.

Bis dann alles vermessen, inspiziert, per Simulation berechnet wurde, und am Ende feststeht, was die Bahn und deren Objektschutz kosten sollen, werden weitere Monate ins Land ziehen, so das WWA.

Im vergangenen Juli war die älteste Kunsteisbahn der Welt bei einem Unwetter im oberen Bereich teils zerstört worden. Über einen Wiederaufbau wird erst entschieden, wenn die Generalplanung abgeschlossen ist.

"Wir brauchen eine ganzheitliche Betrachtung des Umfelds", sagt Christian Schieder vom WWA. Als Sachgebietsleiter für Wildbäche hat er einen guten Überblick. Doch mit Wertungen zu dem zum Politikum gewordenen Großprojekt hält er sich zurück. Die fachlichen Erhebungen lägen in der Hand eines künftigen Generalplaners. Es gebe grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, um sich vor den Gefahren, die jeder Wildbach und dessen Einzugsgebiete mit sich bringen, abzusichern, so Schieder.

Alle Daten und Erhebungen vor Ort sollen in ein Computer-gestütztes 2D-Modell einfließen, das mehrere Szenarien berechnet. Es werden somit mehrere Varianten überprüft werden. Am Ende wird sich der Landkreis nach der Generalplanung für eine Vorzugsvariante entscheiden, die schließlich auch öffentlich vorgestellt werden soll. Insgesamt stehen 53,5 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Kunsteisbahn zur Verfügung.

Rund 3000 Kubikmeter Material, schätzt Schieder, seien durch das Unwetter 2021 vom Berg gekommen. Die Flussmeisterstelle Piding hat mittlerweile das Flussbett saniert, Geröllmaterial entfernt.

Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland möchte noch dieses Jahr auf dem heil gebliebenen unteren Bob- und Rodelbahn-Bereich Trainings abhalten. Im Januar hatte es dort bereits einen Probebetrieb gegeben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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