Nach stürmischer, wochenlanger Überfahrt ist endlich bergiges, tropisch-grünes Land in Sicht - die karibische Insel Grenada. Der Segler aus Westafrika bringt "Nachschub" für die Zuckerrohrplantagen der französischen und britischen Siedler, die sich vor Jahrzehnten den vulkanisch-fruchtbaren Boden zu Eigen gemacht haben. Halb verdurstet und ausgehungert torkeln die Schwarzen auf die Pier. Abgetretene Stufen führen von der Anlegestelle empor. Oben wartet bereits der Sklavenmarkt mit Aufsehern und Käufern.

So etwa mag es um 1800 auf Grenada ausgeschaut haben, wie ein Völkerkundebuch aus damaliger Zeit berichtet. Neben den 7.000 "freien" Bewohnern der Insel schufteten 30.000 Sklaven auf den Feldern und in den Zuckerrohrmühlen der wohlhabenden Plantagenbesitzer - bis 1834 auch in der einstigen britischen Kolonie die Sklaverei der Vergangenheit angehörte.

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