Bayernliga Süd Sportlicher Leiter in Vilzing: Sepp Beller ist zurück

Kehrt als Sportlicher Leiter nach Vilzing zurück: Sepp Beller. Foto: Fabian Roßmann

Sepp Beller kehrt als Sportlicher Leiter zum Bayernligisten DJK Vilzing zurück. „Vilzing ist genau der richtige Verein für mich“, sagt er.

Sepp Beller ist zurück! Der langjährige erfolgreiche Trainer steigt als Sportlicher Leiter beim Bayernligisten DJK Vilzing ein. Das bestätigte der Verein am Dienstagvormittag. Beller wird in Vilzing gemeinsam mit Roland Dachauer ein gleichberechtigtes Duo in der Sportlichen Führung bilden. „Wir haben die Entwicklung der letzten Wochen analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass wir uns auf mehreren Ebenen weiterentwickeln müssen. Dazu gehört, dass wir uns auch in der sportlichen Leitung breiter aufstellen“, erklärt Dachauer. „Mit Sepp bekommen wir viel Kompetenz und Erfahrung. Er kennt den Verein bestens, wir kennen ihn und er verkörpert die Werte des Vereins.“ Dieser Personalie, sagt Dachauer, ist unabhängig vom Trainerwechsel am Montag.

Beller freut sich, dass er zurück ist im Fußball im Allgemeinen und bei der DJK Vilzing im Speziellen. „Für mich war es die einzige Option, als Sportlicher Leiter einzusteigen, bei einem Verein, der zu mir passt. Und die DJK Vilzing ist genau der richtige Verein für mich“, sagt der 64-Jährige. Als Trainer hat der die DJK von der Bezirksoberliga bis in die Bayernliga geführt. Am Sonntag gab es ein mehrstündiges Gespräch zwischen Beller und Dachauer, bei dem man sich auf die Zusammenarbeit geeinigt hat. „Wir werden bei Personalien und Spielerverpflichtungen in Zukunft einen Konsens suchen und die Entscheidungen gemeinsam treffen“, sagt Dachauer. Beller betont allerdings auch: „Die Nummer eins in Vilzing ist Roland Dachauer und das wird er auch bleiben. Er ist der Motor und die Seele des Vereins.“

Sepp Beller war als Trainer immer für seine klare Ansprache und seine direkte Art bekannt. Das könnte der Vilzinger Mannschaft aktuell nicht schaden. Aber die Aufgabenbereiche sind klar abgesteckt. „Sepp ist ein sehr ehrlicher und offener Mensch. Das brauchen wir auch intern. Aber er hat bewusst die Seite gewechselt und wird sich nicht ins operative Geschäft des Trainers einmischen“, sagt Dachauer. „Ich werde mich natürlich nicht in die Taktik oder die Aufstellung einmischen“, sagt auch Beller. Das sei der klare Aufgabenbereich des Trainers. „Aber wenn mir Dinge auffallen – egal ob im Positiven oder im Negativen – dann werde ich sie in aller Deutlichkeit ansprechen“, kündigt Beller an.

Werte im Fokus

Wo in Vilzing angesetzt werden muss, darüber will sich Beller erst noch ein genaues Bild machen. Er habe in dieser Saison bewusst noch kein Spiel der DJK gesehen, könne sich deshalb über die Spiele kein Urteil erlauben. Aber Beller kündigt an, dass er den Fokus auf die Werte des Vereins legen wird: „Vilzing ist ein Dorfverein. Kameradschaft, Ordnung und Disziplin – das wurde hier immer gelebt und hat den Verein stark gemacht. Auf diese Basics müssen wir wieder zurückgreifen.“

Eine erste große Aufgabe wartet gleich auf das neue Sportliche Führungs-Duo der DJK. Nach der Trennung von Uli Karmann gilt es, einen neuen Trainer zu finden. Dachauer sagt, dass man sich bei dieser Personalie keinen Druck machen werde. In den nächsten beiden Spielen wird auf jeden Fall der bisherige Co-Trainer Thomas Seidl die Mannschaft betreuen. Mit dem Thema habe er sich noch nicht groß beschäftigt. Sepp Beller sagt, dass er schon zwei, drei Kandidaten im Kopf habe. Gehandelt wurde bereits in den vergangenen Wochen im Umfeld immer wieder sein Bruder Wolfgang Beller, zuletzt Co-Trainer von Markus Weinzierl auf Schalke. „Wolfgang ist natürlich ein Thema. Es wäre nachlässig, wenn es realisierbar wäre, und wir uns nicht damit beschäftigen würden“, sagt Beller.

Am Mittwochabend ist die DJK Vilzing zu Gast in Nördlingen. Es ist das erste Spiel unter dem Trainer Seidl und dem Sportlichen Leiter Beller. „Es wird ein ganz wichtiges Spiel für uns, wie eigentlich jedes Spiel der letzten Wochen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagt Roland Dachauer. Das Ziel: stabil stehen und sich nach Möglichkeit zumindest einen Punkt erkämpfen. „In unserer Situation nach fünf Niederlagen in Folge wäre das schon ein Erfolgserlebnis“, so Dachauer, der von der Mannschaft vollen Einsatz fordert: „Aus dieser Situation kommen wir nicht über schönen Fußball sondern nur über harte Arbeit raus.“

Weitere Artikel

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos