Bayernliga Süd Kern des Teams bleibt: DJK Vilzing blickt positiv nach vorne

David Romminger hat seinen Vertrag bei der DJK Vilzing für die kommende Saison verlängert. Foto: Fabian Roßmann

Die Abstiegssorgen sind weg. Jetzt richtet sich der Blick bei der DJK Vilzing positiv nach vorne.

Das Auftaktprogramm der DJK Vilzing in die Frühjahresrunde hatte es in sich. Mit Türkgücü München, dem SV Pullach und dem TSV Kottern spielten die Huthgartenkicker in den ersten vier Partien gegen den Tabellenersten, -zweiten und –vierten. „Wir gehen nicht davon aus, dass wir aus diesen Spielen zwölf Punkte holen“, sagte Trainer Christian Stadler am Ende der Wintervorbereitung mit einem Augenzwinkern. Beinahe wären es aber so viele geworden. Drei Siege und ein Remis holte die DJK aus den vier Spielen und damit zehn Punkte. „Dass wir nach dem Winter so weiterpunkten, damit haben wir nicht gerechnet“, gibt der Sportliche Leiter Roland Dachauer zu. „Das ist schon beeindruckend.“

Diese beeindruckende Bilanz hat die Vilzinger, im Winter nur zwei Punkte von der Relegationszone entfernt, inzwischen weit weg von allen Abstiegssorgen gebracht. Mit 37 Punkten stehen die Oberpfälzer nun sogar auf Rang fünf in der Bayernliga Süd. Da der Tabellenzweite aus Pullach erneut auf den Aufstieg verzichten wird, würde der dritte Platz schon für die Aufstiegsrelegation reichen. Dort steht aktuell die U21 des SSV Jahn Regensburg, der Vilzinger Rückstand beträgt jedoch nur drei Punkte. „Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen“, sagt Dachauer allerdings. Damit beschäftige man sich derzeit nicht. Denn einige Teams hinter der DJK haben noch bis zu drei Spiele weniger absolviert. Dennoch richte man den Blick nach grundsätzlich vorne und wolle „auch das nächste Spiel nicht verlieren“.

Das Gefühl des Verlierens kennt man in Vilzing kaum mehr. Denn seit Christian Stadler im September vergangenen Jahres am Huthgarten angeheuert hat, sind die Schwarzgelben unbesiegt – und das nun schon ganze 14 Spiele. Neun Siege und fünf Unentschieden stehen in der Stadler-Statistik, was im Schnitt knapp 2,3 Punkte pro Spiel macht.

"Den größten Prozentsatz machen Herz und Kopf aus"

„Manchmal sind solche Sachen nicht bis ins Detail zu erklären“, sagt Dachauer mit Blick auf die komplett unterschiedlichen Serien. Denn vor Stadlers Amtsübernahme holte die DJK in elf Spielen nur fünf Punkte. Vieles habe Stadler alleine durch seine „positive Grundstimmung“ erreicht, erklärt Dachauer. Dadurch und aufgrund der Erfolge sei die Stimmung rund ums Team nun „prächtig“. Dazu wurde taktisch an kleineren Schrauben gedreht, man agiert nun etwas kompakter und defensiver. „Es war im Negativstrudel wie jetzt im Positivlauf vor allem eine mentale Sache“, sagt Dachauer. „Fußball ist bis zu einem gewissen Prozentsatz eine Frage des Talents, den größten Prozentsatz machen aber Herz und Kopf aus.“

Dass Qualität im Kader steckt, davon waren sie in Vilzing immer überzeugt. Nun zeigt sich diese Qualität eben auch auf dem Rasen. Und so verwundert es nicht, dass die Verantwortlichen mit dem Großteil des Kaders auch in der kommenden Saison planen. Am Dienstag vermeldete der Club neben dem Abgang von Co-Trainer Thomas Seidl auch die Verlängerung von Routinier David Romminger.

Der Verteidiger ist damit schon Feldspieler Nummer 16 von 20 geplanten, der Vertrag für die kommende Saison hat. Neben Romminger sind das Tobias Hoch, Christoph Schwander, Daniel Völkl, Maximilian Wolf, Andreas Kalteis, André Luge, Tobias Oisch, Franz Wendl, Ben Kouame und Ivan Milicevic. Dazu kommt Christian Kufner, der nach drei Spielzeiten in Roding zur DJK zurückkehrt, sowie die Nachwuchsspieler Lukas Prasch und Lutz Hastreiter und zwei noch nicht veröffentlichte Neuzugänge. Mit Spielern aus dem aktuellen Kader sei man noch in Gesprächen.

„Wir konnten den Kern der Mannschaft halten“, sagt Roland Dachauer. Das Ziel für nächste Saison: „Wir wollen uns weiterentwickeln. Wir haben eine gute Mannschaft mit einer guten Altersstruktur. Wir haben Leistungsträger im besten Fußballeralter und dazu gute Talente.“ Man wolle den nächsten Schritt machen und „bestätigen, was wir über zwei Drittel dieser Saison gezeigt haben.“ Also ein Angriff auf die vorderen Plätze? So weit will Dachauer nicht gehen. Ziel werde es wohl, im ersten Drittel der Tabelle abzuschließen. „Es werden nächste Saison wieder einige gute Mannschaften in der Liga sein“, so Dachauer, der aber auch weiß: „Wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, dann muss uns in dieser Liga erst einmal jemand schlagen.“

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