Bayernliga Süd – Interview Gerry Huber: "Wollen mehr agieren statt reagieren"

Daumen hoch! Gerry Huber ist zufrieden mit der Vorbereitung der SpVgg Hankofen. Foto: Charly Becherer

Die SpVgg Hankofen startet am Freitagabend mit dem Heimspiel gegen die U21 des TSV 1860 München in die neue Bayernliga-Saison. Das Saisonziel der "Dorfbuam" ist der neuerliche Klassenerhalt, wie Trainer Gerry Huber im idowa-Interview erklärt. Außerdem spricht der 52-Jährige vor seiner zweiten Saison als Hankofen-Coach über die Vorbereitung, die Neuzugänge und die Mentalität seiner Mannschaft.

Herr Huber, die Vorbereitung ist vorbei. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Gerry Huber: Grundsätzlich bin ich super zufrieden. Nur das Fehlen von Matthias Lazar und Daniel Rabanter wegen Urlaubs war ein kleiner Wehrmutstropfen. In der Vorbereitung ist das nicht optimal. Aber wir sind eben keine Profis und können es den Spielern nicht verbieten. Ich habe irgendwo auch Verständnis dafür – aber im Gegenzug müssen sie dann auch Verständnis für mich haben, wenn sie da sind und dann vielleicht nicht sofort in der Startelf stehen. Aber ansonsten lief die Vorbereitung sehr gut. Die Ergebnisse waren gut, die Mannschaft zieht im Training überragend mit.

Wo lag in der Vorbereitung der Fokus?
Huber: Unsere Spielweise hat sich schon ein wenig verändert. Wir schieben unseren Mannschaftsverbund weiter nach vorne und wollen aggressiv und mutig nach vorne verteidigen. Wir haben vom ersten Training an auf ein aggressives Pressing hintrainiert. Wir wollen den Gegner permanent unter Druck setzen und dann, wenn der Gegner ungeordnet ist, nicht mehr so weite Wege zum Tor haben.

Zumal Sie mit Christian Liefke nun einen ganz anderen Spielertypen im Sturmzentrum haben als noch vergangene Saison mit Ben Kouame.
Huber: Das ist richtig. Da waren wir auf den Außen schnell und hatten zentral mit Ben auch einen „Pfitscherpfeil“. Dann ist es nicht so ins Gewicht gefallen, wenn die Wege zum gegnerischen Tor ein bisschen länger waren. Jetzt haben wir mit Christian einen ganz anderen Stürmertypen vorne drin. Den müssen wir füttern, der hat im Strafraum und vorm Tor seine großen Stärken. Deshalb wollen wir unser Spiel weiter in Richtung gegnerisches Tor verlagern. Das hat gleich zwei positive Effekte: unser Weg zum Tor ist nicht mehr so weit, dafür der des Gegners zu unserem Tor weiter.

Das heißt im Umkehrschluss, dass man bei Ballverlust extrem wachsam sein muss.
Huber: Genau. Da brauchen wir eine gute Restsicherung. Das ist auch bei eigenem Ballbesitz ganz wichtig. Bislang hat es super funktioniert. Wir haben in der gesamten Vorbereitung nur zwei Gegentore kassiert, beide gegen einen Regionalligisten und eines davon auch noch per Elfmeter. Alle anderen Spiele haben wir zu Null gespielt. Aber die Entwicklung ist auch noch nicht zu Ende. Wichtig ist, dass neben mir auch das Trainerteam und die Mannschaft so spielen wollen. Wir wollen mehr agieren statt zu reagieren.

 
 

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