Bayernliga Süd – Interview

Gerry Huber: "Klassenerhalt? Ich bin guten Mutes!"


Der neue Trainer bei der SpVgg Hankofen: Gerry Huber.

Der neue Trainer bei der SpVgg Hankofen: Gerry Huber.

Von Dirk Meier

Vor dem Bayernliga-Auftakt spricht Hankofens neuer Trainer Gerry Huber über die bisherige Vorbereitung, Ziele für die neue Spielzeit und den ersten Gegner Holzkirchen.

Die Vorbereitung auf die Saison 2017/18 in der Bayernliga Süd neigt sich bei der SpVgg Hankofen-Hailing dem Ende zu. Am kommenden Samstag beginnt für die "Dorfbuam” die sechste Saison in Bayerns zweithöchster Spielklasse mit der Heimpartie gegen den Aufsteiger TuS Holzkirchen. Mit Gerald "Gerry” Huber hat Hankofen einen neuen Trainer verpflichtet, der sich der Herausforderung stellt. Huber ist aus der Kreisliga von der SG Post Kagers gekommen. Der 51-Jährige frühere Torwart, der auch schon in Hankofen das Tor gehütet hat, gibt sich zuversichtlich. Auch wenn die personelle Ausstattung aufgrund von Verletzungen vieler Stammkräfte nicht optimal gewesen ist, soll erneut der Klassenerhalt geschafft werden.

Herr Huber, die Vorbereitung ist fast vorbei. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Gerry Huber: Ich bin zufrieden. Vor allem, weil alle gut mitgezogen haben. Die Neuen, die ja zum Großteil aus niedrigeren Klassen gekommen sind, haben einen Schritt nach vorne gemacht. Da sieht man, dass alle den Willen haben sich zu verbessern. Das stimmt mich grundsätzlich positiv. Spieler wie Philipp Hilmer und Simon Weber nenne ich, aber auch die anderen haben gezeigt, dass sie Willens sind, sich der Herausforderung Bayernliga zu stellen. Daniel Rabanter war ja schon mal in Hankofen, da wissen wir, was er kann. Die Verpflichtung von Tobias Richter ist für uns natürlich sehr wichtig, er ist als Führungsspieler gedacht. Tobi wird am Samstag spielberechtigt sein, wir freuen uns auf ihn. Im Training haben wir noch einen Jugendspieler, der erst Anfang September spielberechtigt sein wird.

Aber die Personalknappheit zieht sich wie ein roter Faden durch die Vorbereitung. In einigen Spielen stand nur ein Feldspieler als Ersatz zur Verfügung. Wie beurteilen Sie die Lage?
Huber: Das ist natürlich nicht optimal. Aber wir haben halt auch aufgrund der kurzen Pause und den zum Teil langwierigen Verletzungen von Stammspielern immer noch nicht alle Mann an Bord. Christian Spengler hat gerade mit dem Laufen begonnen. Matthias Lazar trainiert zwar schon mit, aber beide haben noch viel Rückstand. Auch Michael Gröschl fehlt noch mit seiner Schleimbeutelentzündung im Knie. Bei Mateusz Krawiec ist die Verletzung wohl ein Muskelfaserriss. Ich hoffe, dass diese Spieler nach und nach zurückkehren werden. Denn im Moment ist die Lage schwierig, aber wir werden uns dieser stellen. Der Wunsch ist es, dass sich unser Kader langsam mit den jetzt noch Verletzten füllen wird. Wir haben auch noch einen Nachwuchsspieler, für den noch kein Spielrecht besteht.

Die Spielzeit 2016/17 war eine Zittersaison. Auch nach dem Abpfiff der letzten Partie beim Meister SV Pullach musste noch gezittert werden. Am Ende hat es ganz knapp gereicht. Dieses Mal könnte es genauso schwierig werden, denn vor allem die Neuzugänge betreten absolutes Neuland. Wie beurteilen Sie die Chancen 2017/18 und wie lautet das Ziel?
Huber: Für uns kann es nur um den Klassenerhalt gehen und zwar auf direktem Weg. Die Relegation ist eine Mühle, die wir vermeiden müssen. Man hat ja gesehen, wie schwer es ist, auf diesem Weg die Klasse zu halten. Auch wenn es personell bisher mit bis zu sieben Ausfällen nicht optimal gelaufen ist, so bin ich trotzdem guten Mutes, dass wir die Vorgabe erreichen werden. Wir stellen uns dieser Aufgabe. Alle ziehen gut mit und als Team werden wir es schaffen.

Der Auftakt beschert Ihnen mit dem TuS Holzkirchen einen starken Aufsteiger, der Meister in der Landesliga Südost geworden ist. Wie beurteilen Sie diese Aufgabe?
Huber: Holzkirchen haben wir beobachtet, schätzen den Gegner als stark ein. Sie haben sich immerhin in der Gruppe Südost als Meister durchgesetzt in einer der stärksten Landesligen. Sie werden sicher mit großer Euphorie zu uns kommen. Wir werden personell wohl auch nur ein oder zwei Ersatzspieler haben. Denn Mateusz Krawiec wird ausfallen und Daniel Hofer ist im Urlaub. Aber mit unseren Zuschauern im Rücken wollen wir den Heimvorteil nutzen und die ersten drei Punkte der neuen Saison holen.