Bayernliga Nord Vilzings Derbysieg in Cham: Ein "Tickchen" besser

Die DJK Vilzing hat sich im Stadtderby beim ASV Cham knapp durchgesetzt. Foto: Fabian Roßmann

Dank eines Treffers von André Luge setzt sich die DJK Vilzing knapp im Stadtderby durch. Der ASV Cham hat den Schwarzgelben aber alles abverlangt.

Es war ein packendes, ein intensives und ein bis zum Ende spannendes Stadtderby, das sich der ASV Cham und die DJK Vilzing am Samstagnachmittag geliefert haben. Beide Teams schenkten sich nichts und waren weitestgehend auf Augenhöhe unterwegs. Am Ende setzten sich die Vilzinger vor 1.500 Zuschauern jedoch dank eines Treffers von André Luge (60.) knapp mit 1:0 (0:0) durch.

„Ich denke, dass ein Unentschieden durchaus ein Ergebnis gewesen wäre, das das Spiel verdient gehabt hätte“, fand Chams Trainer Andreas Lengsfeld. Auch sein Gegenüber Christian Stadler wusste gut einzuschätzen, wie knapp es war: „Es war ein sehr enges Spiel. Unsere zweite Halbzeit war aber deutlich besser als die erste. Ich glaube schon, dass wir am Ende das kleine Tickchen besser waren.“

Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. „Wir kommen besser ins Spiel, dann hat Vilzing auch besser reingefunden. Das Unentschieden zur Halbzeit geht in Ordnung“, so Lengsfelds Einschätzung. Für Stadler haben beide Teams in den ersten 45 Minuten „zu verhalten“ gespielt. Er hätte sich von seinem Team gewünscht, „dass wir die Handbremse lösen und mehr Gas geben.“ Durch eine Systemumstellung wollte Stadler sein Team dazu zwingen, auf dem engen Platz und gegen die im Mittelfeld kompakt arbeitenden Chamer schnell zum Tor zu spielen. Das habe sein Team in der ersten Halbzeit aber nicht gut umgesetzt.

Luges "Instinktroute" zum Tor

Nach einer Analyse zur Pause forcierte die DJK dieses Spiel noch mehr. Es kamen immer wieder die Bälle zur letzten Chamer Kette und der Weg in die Tiefe wurde gesucht. „Das gefällt mir so an unserer Mannschaft, dass sie schnell lernt“, lobte Stadler. So hatte Vilzing schon gute Szenen, ehe die Führung gelang. Nach einer Flanke köpfte Ivan Milicevic zunächst an den Pfosten. Doch André Luge stand goldrichtig und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. „Ich bin einfach die Instinktroute zum Tor gelaufen. In dem Fall hatten wir dann auch das nötige Quäntchen Glück“, sagte der Torschütze später, der nun schon 15 Saisontreffer auf seinem Konto hat. „Das war überragend gespielt“, fand Stadler. „Aber nicht nur dieser Angriff. In der zweiten Halbzeit hatten wir vier, fünf Angriffe in der Art, wie wir es eigentlich von Anfang an spielen wollten.“

Nach der Vilzinger Führung drückte dann der Gastgeber auf den Ausgleich, Vilzing hatte noch die eine oder andere Kontermöglichkeit. „Wir haben viel riskiert und nur noch auf ein Tor gespielt“, so Lengsfeld. Die größte Möglichkeit hatte Michal Hvezda, als er rund eine Viertelstunde vor dem Ende alleine vor DJK-Keeper Max Putz auftauchte, den Ball aber nicht an diesem vorbeibrachte. „In solchen Spielen musst du diese Chancen nutzen, dann wäre noch einmal alles offen gewesen“, so Lengsfeld.

Er könne der Mannschaft aber hinsichtlich Leistung und Engagement nichts vorwerfen. „Das war alles so, wie es sein sollte. Heute hatten wir nur das Momentum nicht auf unserer Seite.“ Vilzing habe aber auch „so große Qualität, die kannst du nicht 90 Minuten ausschalten. Das ist ein sehr starker Gegner der mit einem Sieg im Nachholspiel nicht ohne Grund Erster werden kann.“

 

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