Bayern Seit Wende fast halbe Million Menschen aus dem Osten

Passanten flanieren durch eine Fußgängerzone. In Bayern leben immer mehr Menschen. (Symbolbild) Foto: Jan Woitas/dpa

Seit der Wende verzeichnet Bayern einen Zuwanderungsgewinn von 475.000 Menschen aus den neuen Bundesländern.

In den 30 Jahren seit dem Mauerfall 1989 zogen knapp 970.000 Menschen aus den fünf neuen Bundesländern in den Freistaat - umgekehrt wechselten rund 494.000 Menschen in diesem Zeitraum aus Bayern in den Osten. Das teilte das Landesamt für Statistik am Freitag mit.

Am höchsten war die Nettozuwanderung im Jahr der Wiedervereinigung 1990 mit 7. 000 Menschen. Bis 2006 lag die Nettozuwanderung aus Ostdeutschland nach Bayern durchschnittlich bei knapp 24 000 Menschen pro Jahr. Seitdem seien die Wanderungsgewinne kontinuierlich zurückgegangen. Seit 2016 drehte sich die Entwicklung - nun wechseln unter dem Strich etwas mehr Menschen von Bayern in die Ostländer als umgekehrt.

Ursächlich hierfür sei, dass die Arbeitslosenquote auch in den neuen Ländern stark zurückging und deshalb vermutlich weniger Menschen aus ökonomischen Gründen abwanderten, so die Behörde. In der Statistik wurde Berlin nicht mitgezählt, da es zu Wanderungsbewegungen für Berlin-Ost und Berlin-West keine Daten gebe.

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