Bayern Zehn bayerische Corona-Testzentren unter Betrugsverdacht

Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt einer Frau für einen Corona-Test einen Abstrich. Foto: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa

Nürnberg (dpa/lby) - Sie sollen zum Beispiel nicht durchgeführte Tests trotzdem in Rechnung gestellt haben: In Bayern stehen die Betreiber von zehn Corona-Testzentren im Verdacht, bei Schnelltests falsch abgerechnet zu haben. Es werde wegen des Verdachts des Betruges ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Donnerstag mit. Die Ermittler bestätigten damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch).

Es bestehe zum Beispiel der Verdacht, dass Testungen von Mitarbeitern von Unternehmen fälschlicherweise als Bürgertest abgerechnet worden seien, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die dort seit Juni angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) ist für solche Ermittlungen zuständig. Außerdem sollen tatsächlich nicht durchgeführte Tests möglicherweise trotzdem abgerechnet worden sein.

Im Verdacht stehen demnach zehn Testzentren, die in verschiedenen Regionen Bayerns betrieben wurden. Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte, von denen keiner in Untersuchungshaft ist. Es sei noch nicht absehbar, ob und wann Anklagen erhoben würden, teilten die Ermittler mit.

Möglicher Betrug mit Schnelltests beschäftigt seit Monaten die Verantwortlichen. In mehreren Bundesländern wurden Verdachtsfälle bekannt. Laut einem "SZ"-Bericht ermitteln deutschlandweit in mindestens 94 Fällen Staatsanwaltschaften gegen die Betreiber von Testzentren.

© dpa-infocom, dpa:210826-99-974824/2

 

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