Bayern Windräder und Stromtrassen: Wirtschaft kritisiert Widerstand

Sonnenaufgang hinter Windrädern. Foto: Charlie Riedel/AP/dpa/Symbolbild/Archiv Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft hat den Widerstand gegen die praktische Umsetzung der Energiewende beklagt. Die von Bevölkerung und Politik gewollte Energiewende "muss auch in der Landschaft sichtbar sein dürfen: Mit Photovoltaik- und Windenergieanlagen und mit Stromnetzen", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Mittwoch in München. "Wer die Energiewende will, muss auch aushalten, dass sie stattfindet."

"Die Zwischenbilanz zum Stand der Energiewende in Deutschland ist ernüchternd", sagte Brossardt und forderte mehr Tempo und Entschlossenheit beim Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energien. Noch sei die Stromversorgung sicher; aber Sicherungsmaßnahmen, die Abregelung von Windkraftanlagen und das Hochfahren fossiler Kraftwerke habe 2019 schon 1,2 Milliarden Euro gekostet. Wenn der Netzausbau nicht schneller gehe, drohe "ein weiterer Anstieg der ohnehin schon viel zu hohen Strompreise". Für eine klimafreundliche Industrie und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft seien niedrige Strompreise notwendig. Die EEG-Umlage und die Stromsteuer müssten gesenkt werden.