Bayern Schnee nach dem Sturm: Nächstes Unwetter steht bevor

Schnee wird von heftigen Windböen vor einem Bauernhof über die Landschaft geweht. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa

München (dpa/lby) - Nach dem Sturmtief "Eberhard" vom Wochenende hat sich die Lage in Bayern wieder beruhigt. Dafür sorgte Schneetreiben am Montag mancherorts für Verkehrsprobleme.

Beamte des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West nahmen nach eigenen Angaben innerhalb von vier Stunden rund 70 Verkehrsunfälle auf. Normalerweise seien es 80 in 24 Stunden. In der Region Schwabmünchen waren es 13 Verkehrsunfälle unter anderem wegen glatter Straßen und zu hohem Tempo der Autofahrer. In Untermeitingen (beide Landkreis Augsburg) geriet ein Fahrzeug in den Gegenverkehr.

Die Polizeipräsidien im Freistaat meldeten keine größeren Einsätze wegen des Sturms vom Wochenende. Einzelne Schäden seien erst am Montag nachgemeldet worden, teilten Sprecher mit.

In der Nacht zu Montag hatte das Sturmtief noch zu Hunderten Polizei- und Feuerwehreinsätzen in Bayern geführt, sagten die Sprecher. Der Sturm habe Bäume entwurzelt, Verkehrsschilder aus dem Boden gerissen und das Dach einer Halle in Burghausen (Landkreis Altötting) abgedeckt. Verletzt wurde niemand. Alleine in Niederbayern und der Oberpfalz habe es 400 Einsätze gegeben. Am Sonntagnachmittag hatte eine Sturmböe in Wertingen (Landkreis Dillingen an der Donau) ein Trampolin rund 300 Meter durch die Luft gewirbelt; es krachte auf ein geparktes Auto und beschädigte den Wagen.

Im Bahnverkehr in Bayern kam es nur noch zu einzelnen Störungen, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Nach dem Stopp von Zügen in Nordrhein-Westfalen am Sonntag habe es auch am Montag noch Verspätungen im Fernverkehr gegeben. Sparpreisbindungen für bestimmte Verbindungen sind demnach die ganze Woche über aufgehoben.

Auch bei den S-Bahn-Linien 2, 3 und 7 in München hatte es am Sonntag wegen der Witterung Störungen gegeben, wie eine Sprecherin mitteilte. Bis Montagmorgen seien diese aber behoben worden.

Die Niederschläge und der schmelzende Schnee führten in Bayern stellenweise zu erhöhten Wasserständen, teilte das Bayerische Landesamt für Umwelt mit. Das ablaufende Hochwasser habe am Pegel Cham die erste Meldestufe überschritten, demnach läuft hier an einzelnen Stellen Wasser über die Ufer. Weder Verkehr noch Wohngebiete sind davon betroffen.

Selbst in tieferen Lagen im Freistaat gab es am Montag bis zu fünf Zentimeter Neuschnee durch Schauer und Gewitter. Am Dienstag soll es laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes milder und meist trocken werden. Die Wetterlage in den nächsten Tagen bleibe aber wechselhaft. Am Mittwoch und Donnerstag sei wieder mit Schauern und vor allem im Bergland auch mit Schnee zu rechnen. Der Wind nehme dann ebenfalls wieder zu.

 

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