Ostbayern Wetterdienst warnt vor Sturmböen: In diesen Regionen wird es besonders schlimm

Deutschland steht ein stürmisches Wochenende bevor. Foto: Frank Rumpenhorst dpa/lhe

Für Sonntag sind Orkanböen vorausgesagt. Vorsicht geboten ist auch in unserer Region. Meteorologen haben dennoch einige Tipps.

Deutschland steht ein stürmisches Wochenende bevor. Ganz so schlimm wie bei Tief "Xavier", das vor wenigen Wochen heftige Schäden angerichtet hat, wird es voraussichtlich wohl nicht, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Freitag berichtete. "Aber eines ist klar: Ruhiges Hochdruckwetter mit angenehmen Temperaturen bekommt am Wochenende in Deutschland niemand", sagte Meteorologe Martin Jonas. Die Deutsche Bahn bereitet sich schon auf Sturmschäden vor.

Die Meteorologen erwarten zum Teil Windgeschwindigkeiten "bis in den Orkanbereich hinein", Sturm- und Orkanböen träten aber "nur ganz punktuell" auf, sagte Jonas. Dies gelte etwa auf dem Brocken im Harz, auf dem Fichtelberg im Erzgebirge oder dem Großen Arber im Bayerischen Wald. Stark betroffen sind auch exponierte Küstenlagen an der Nordsee. "Im Binnenland ist es erheblich ruhiger."

Zur Vorsicht bereitet sich die Deutsche Bahn auf Sturmeinsätze vor. Das Personal werde verstärkt, Reparaturtrupps stünden bereit, sagte ein Bahnsprecher am Freitag. Etwaige Sturmschäden an Oberleitungen und umgestürzte Bäume im Gleisbett sollen schnellstmöglich beseitigt werden. Auch sei "der Einsatz mobiler Einsatztrupps mit Kettensägen" geplant, sagte der Sprecher.

Höhepunkt am Sonntag

Nur an der Nordsee und auf den Gipfeln erreicht der Wind wohl die volle Orkanstärke, also über 120 km/h. In weiten Teilen des Nordens, In Ostbayern soll es ruhiger sein. In den Landkreisen Straubing-Bogen, Regensburg, Cham, Regen, Deggendorf, Dingolfing-Landau, Landshut, Erding, Freising und Kelheim können Windböen zwischen 85 und 100 Stundenkilometern anfangs aus westlicher Richtung, später aus nordwestlicher Richtung auftreten. An Orten, an denen ein Schauer fällt, sind sogar Böen mit bis zu 110 Stundenkilometern möglich. Der Höhepunkt ist für den Sonntagmorgen vorhergesagt. Man müsse sich "deswegen jetzt nicht verrückt machen", sagte Jonas, "aber man muss auch am Sonntagmorgen keine Radtour machen, besonders nicht durch den Wald".

+++ Update +++ Sturm "Herwart" wütet in Deutschland

Schuld am stürmischen Wetter ist Tief "Grischa", das sich am Samstag und Sonntag von Lappland her in Richtung Finnischer Meerbusen und Baltikum schiebt. Dabei bildet sich nahe dem Oslofjord ein "bissiges Randtief", das für die hohen Windgeschwindigkeiten verantwortlich ist, bisher aber keinen eigenen Namen hat. "Immerhin", sagt Jonas: "Das Intermezzo des kleinen Rebellen ist kurz, schon im Laufe des Sonntags zieht er Richtung Polen und Weißrussland ab."

 

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