Nockherberg 2019 Schafroth nimmt Söder aufs Korn

Maximilian Schafroth hält beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg die Fastenpredigt. Foto: Tobias Hase Foto: dpa

Premiere beim Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg: Zum ersten Mal hat der Kabarettist Maxi Schafroth die versammelte Polit-Prominenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an der Spitze mit Spott und teils bissiger Kritik überzogen.

Vor allem auf die CSU, auf Söder und Innenminister Joachim Herrmann hatte es Schafroth in seiner Fastenrede am Dienstagabend abgesehen - aber auch auf die Freien Wähler als neuen CSU-Koalitionspartner.

Schafroth sagte, er habe sich bewusst dagegen entschieden, in einer bestimmten Rolle aufzutreten, wie in den vergangenen Jahren Luise Kinseher als "Mama Bavaria". "Kein aufgesetztes Schauspiel hier oben - das ist und bleibt dein Kompetenzbereich, lieber Markus." Über die CSU lästerte er, die sei jetzt grün, sozial, dynamisch, urban. Das erinnere ihn "an unsere alte Dorfwirtschaft. Die haben auch kurz vor der Insolvenz noch einmal eine dicke Speisekarte gedruckt." Er sagte aber auch: "Ich hab mal ministriert. Und wenn die CSU behauptet, sie wäre eine christliche Partei, dann könnte ich als Ex-Ministrant auch behaupten, dass ich ein Allgäuer Schweigemönch bin."

Im anschließenden Singspiel sollte das neue bayerische Polit-Tandem aus Söder und dessen Stellvertreter Hubert Aiwanger im Zentrum stehen. Für Söder selber war es eine Premiere: Erstmals seit seiner Wahl im Landtag im März 2018 saß er als Ministerpräsident im Publikum. Sein Vorgänger, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), fehlte dagegen.

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