Bayern Studie: 6000 Kita-Fachkräfte fehlen in Bayern

Spielzeug liegt in einer Kindertagesstätte auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild/dpa

München (dpa/lby) - Mehr als 6000 Fachkräfte fehlen nach einer Befragung in den bayerischen Kitas. An der bundesweiten Studie im Auftrag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hatten sich im Freistaat rund 2000 Kita-Mitarbeitende beteiligt. Nach den ersten Ergebnissen seien viele der Befragten stark belastet und unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch in München mit.

Für die Studie wurden die Vollzeitkräfte gefragt, wie viel Personal in ihrem Team fehle, um die pädagogische Arbeit so leisten zu können wie es beispielsweise die Bildungspläne vorsehen. In Summe habe das eine Lücke von mehr als 6000 Fachkräften ergeben, berichtete Verdi-Expertin Brigitte Zach. Die Bedingungen in den Kitas seien so schlecht, dass es schlichtweg nicht möglich sei, gute Arbeit zu leisten.

Fast 46 Prozent gaben demnach in der Studie an, dass sie zeitweise für mehr als 17 Kinder am Tag gleichzeitig verantwortlich seien. Mehr als 8 Prozent erklärten, sich sogar um mehr als 28 Kinder gleichzeitig kümmern zu müssen. 80 Prozent sagten, dass sie nicht genügend Zeit hätten, auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Mehr als 30 Prozent beklagten, ihren eigenen pädagogischen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können.

© dpa-infocom, dpa:210630-99-203022/2

 

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