Bayern Spritze am Berg: Berchtesgaden impft in der Höhe

Der eine versucht es mit Impfen beim Fußball, andere bei Festivals oder beim Grillen. In einer von Bayerns bekanntesten Urlaubsregionen geht es im Kampf gegen die Impfmüdigkeit nun sogar hoch auf den Berg.

Schönau am Königssee (dpa/lby) - Besonders hoch hinaus will das Berchtesgadener Land beim Impfen: In der oberbayerischen Urlaubsregion können sich Ausflügler am Samstag auf 1800 Metern an der Bergstation des Jenner die Anti-Corona-Spritze setzen lassen. Von 10.00 bis 17.00 Uhr ist ein mobiles Impfteam im Innenbereich der Gondelstation im Einsatz. "Es ist gut möglich, dass wir die höchste Impfstation Deutschlands haben, aber garantieren kann ich das nicht", sagte Alexandra Rothenbuchner, Sprecherin des Landratsamtes.

Mit dem ungewöhnlichen Angebot will man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung ist nicht nötig - jeder, der will, kann kommen. Von Biontech/Pfizer stehen 120 Dosen bereit, von Johnsen&Johnson 25.

Doch ein Alpenüberquerung nach der Impfung ist auch wegen möglicher Nebenwirkungen danach nicht drin: "Für die Impfung ist es eine Empfehlung, wenn nicht eine Voraussetzung, dass man sich danach nicht weiter anstrengt - man sollte also definitiv danach nicht wandern", betonte Rothenbuchner. Das Angebot ist damit für Menschen, die nach oben kommen, sich impfen lassen und dann mit der Seilbahn nach unten nach Schönau am Königssee fahren.

Das Berchtesgadener Land hat derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von 64,2 (Stand Freitag/Quelle Landratsamt). Rund 42 Prozent der Bewohner sind voll geimpft.

© dpa-infocom, dpa:210731-99-633054/2

 

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