Bayern Söder: Bundesregierung sollte bei Olympia vertreten sein

Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern und Vorsitzender der CSU, äußert sich zu Beginn der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe des Deutschen Bundestages. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa

Berlin - Die Bundesregierung sollte nach Auffassung von CSU-Chef Markus Söder bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Peking vertreten sein. Er verstehe, dass man skeptisch sei, sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch bei der Klausur der CSU-Landesgruppe in Berlin. "Aber ich finde, eine deutsche Außenpolitik muss bei aller Skepsis auch im Gespräch bleiben." Er hätte es sich gut vorstellen können, dass Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) "ihre kritische Haltung auch in Gesprächen in Peking zum Ausdruck bringt", sagte Söder. "Das Fernbleiben allein ist noch keine Lösung."

Generell gebe es in der Außenpolitik den Trend, gern über Statements zu arbeiten. Das vertrauensvolle Gespräch komme oft zu kurz. Außerdem müsse man auch Respekt vor den Athletinnen und Athleten zeigen, die über Jahre hinweg trainierten und sich häufig sehr allein gelassen fühlten. Ein Vertreter der Bundesregierung hätte daher nach Peking reisen sollen. "Ich hätte das als Rückendeckung für die eigenen Athletinnen und Athleten gut gefunden und ich hätte das auch gut gefunden, um Gesprächskanäle gerade in einem so schwierigen Moment auch zu nutzen."

© dpa-infocom, dpa:220202-99-946017/3

 

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