Bayern Glätteunfälle und blockierte Autobahnen in Bayern

Ein Auto liegt nach einem Unfall auf schneeglatter Fahrbahn. Foto: Jürgen Lange/dpa Foto: dpa

München/Dillingen (dpa/lby) - Schneeverwehungen, Matsch und Glatteis - in vielen Teilen Bayerns hat das winterliche Wetter erneut zu zahlreichen Unfällen geführt. Fahrzeuge krachten den örtlichen Polizeiinspektionen zufolge in Leitplanken, schlitterten gegen Verkehrszeichen, Bäume und Zäune oder landeten in Straßengräben. Im schwäbischen Landkreis Dillingen rutschte am Dienstag ein Kleintransporter eine Böschung hinunter.

Die meisten Unfälle im Freistaat verliefen glimpflich. Die niederbayerische Polizei berichtete am Mittwoch zwar von rund 80 Unfällen wegen Schnees und glatter Straßen in den letzten 24 Stunden. Schwerverletzte oder gar Tote gab es jedoch nicht. 13 Menschen wurden bei den Unfällen leicht verletzt.

"Glück im Unglück hatte der Fahrer eines Räumfahrzeuges", hieß es in der Mitteilung. Der Mann war am Dienstag mit seinem Kleintraktor zu nahe an ein Gleis am Bahnhof Ergoldsbach (Landkreis Landshut) geraten und von einem einfahrenden Zug touchiert worden, blieb jedoch unverletzt.

Für stundenlange Behinderungen auf der Autobahn 93 sorgte ein umgekippter Tanklastzug. Der Laster war am Dienstagmorgen auf schneebedeckter Fahrbahn im Landkreis Kelheim ins Schleudern geraten. Über 20 000 Liter Leim mussten laut Polizei Mainburg aufwendig aus dem Tank gepumpt werden. Erst gegen Mitternacht war die Straße wieder frei. Der Schaden liegt bei über 100 000 Euro.

Auf der Autobahn 72 geriet ein mit zwei nagelneuen Wohnmobilen beladenes Lkw-Gespann ins Schlingern. Lkw und Anhänger stellten sich quer zur Straße, Öl lief aus und eines der Wohnmobile landete in der Leitplanke. Der Schaden liegt der Verkehrspolizei Hof zufolge bei mehr als 100 000 Euro. Erst mehrere Stunden nach dem Unfall vom Dienstagmittag war die Fahrbahn im oberfränkischen Köditz (Landkreis Hof) wieder frei.

Noch gesucht wird ein Unfallfahrer in der Oberpfalz. Auf einer Straße bei Furth im Wald (Landkreis Cham) löste sich am Dienstagnachmittag eine Eisplatte vom Dach eines Lkw und durchschlug die Windschutzscheibe eines entgegenkommenden Autos.

Statt Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den kommenden Tagen verbreitet Regen in Bayern. Die Temperaturen steigen bis zum Wochenende auf über 10 Grad im Alpenvorland. Die Meteorologen warnen deswegen vor unwetterartigem Tauwetter im Südwesten Bayerns. Vor allem in den Allgäuer Alpen könnte der geschmolzene Schnee für steigende Wasserspiegel sorgen.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-188226/3

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse: