Regensburg (dpa/lby) - Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs verlässt die SPD. Er habe einen Austrittsantrag abgeben lassen, sagte der 48-jährige Kommunalpolitiker am Montag im Regensburger Landgericht am Rande des Prozesses gegen ihn. Mit dem Schritt kam er einem Parteiausschluss zuvor. Wolbergs muss sich seit Herbst wegen Vorteilsannahme und Verstoßes gegen das Parteiengesetz verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe und will zurück in sein Amt als Rathauschef.

Dafür hatte er vor zweieinhalb Wochen den Wahlverein "Brücke - Ideen verbinden Menschen" gegründet. Mit dem Verein will er 2020 bei der Kommunalwahl antreten. Der SPD-Landesverband teilte daraufhin mit, dass Parteimitglieder den SPD-Statuten nach nicht gleichzeitig in einer "konkurrierenden politischen Partei oder Wählervereinigung" Mitglied sein dürften. Vergangene Woche bekam Wolbergs nach eigenen Angaben eine Aufforderung der SPD, die Partei zu verlassen. Anderenfalls würde er ausgeschlossen werden.