Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) - Eine Lieferung aus dem sogenannten Darknet hat die Polizei zu einer mutmaßlichen Drogenbande im Raum Garmisch-Partenkirchen geführt. Vier Männer im Alter zwischen 24 und 35 Jahren kamen in Untersuchungshaft.

Die Ermittler seien durch einen Hinweis auf die illegale Online-Bestellung aufmerksam geworden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes am Donnerstag. Daraufhin sei die Zustellung des Pakets, in dem sich zehn Kilogramm Amphetamin befanden, überwacht worden.

Der Zugriff habe nicht direkt nach der Zustellung stattgefunden. Man habe zunächst ermitteln wollen, wer an der Adresse des 35 Jahre alten Paket-Empfängers ein- und ausgehe, schilderte der Sprecher.

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In diesem Zusammenhang seien drei weitere Tatverdächtige ermittelt worden. Bei Durchsuchungen der Wohnungen der Männer in Grainau und Garmisch-Partenkirchen wurde ein weiteres Kilogramm Amphetamin gefunden, das vermutlich aus einer früheren Lieferung stammt. Außerdem stellten die Beamten über 20 000 Euro Bargeld sowie Gold- und Silberbarren im Wert von mehreren Tausend Euro sicher.

Gegen alle vier Tatverdächtigen ergingen auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle. Die Festnahme der Bande erfolgte bereits Anfang Februar.

Beim Darknet handelt es sich um ein verborgenes Netzwerk im Internet. Es beinhaltet abgeschlossene Internetseiten mit teils illegalen Marktplätzen, die in der Regel nur über einen bestimmten Browser zu finden sind. Die Kommunikation zwischen Verkäufern und Käufern ist normalerweise verschlüsselt.

© dpa-infocom, dpa:210415-99-218344/2

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