Bayern Opposition fordert gesetzliche Elternvertretung für Kitas

Bobbycars liegen in einer Kita in einer Einzäunung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration/dpa

München (dpa/lby) - Mehrere Oppositionsparteien fordern die Einrichtung einer landesweiten Elternvertretung für die bayerischen Kitas. Es gebe bislang kein Gremium, das die Bedürfnisse der Familien mit Kindern im Kita-Alter gegenüber dem Familienministerium vertrete, argumentierten die Abgeordneten von Grünen, SPD und FDP in ihrem am Freitag vorgelegten gemeinsamen Antrag.

Dadurch mache der Freistaat den Kindertagesstätten Vorgaben, ohne diese mit der Lebensrealität der Familien abzugleichen. Nach Ansicht der Initiatoren des Gesetzentwurfs hat sich dieses Problem in der Corona-Pandemie besonders gezeigt. "Die Maßnahmen, die in der pandemischen Lage getroffen wurden, gingen oftmals an der Lebensrealität der Familien vorbei, viel zu spät wurden Änderungen vorgenommen."

Familienministerin Carolina Trautner (CSU) äußerte sich skeptisch zu dem Gesetzentwurf. Partizipation und Kommunikation seien wichtige Leitlinien der Politik, sagte sie. "Ob allerdings neue, bürokratische Strukturen zielführend sind, muss diskutiert werden." Besser seien niederschwellige Beteiligungsmöglichkeiten für alle Eltern. Deswegen werde gerade eine Kita-App entwickelt, mit der Meinungsbilder von Eltern schnell und bayernweit erfasst werden könnten.

© dpa-infocom, dpa:220211-99-82572/2

 
 
 

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