Bayern Ministerium will bei Bayreuther Reformen aufs Geld schauen

Bayreuth/München - Der Freistaat Bayern will bei einer Reform der Bayreuther Festspiele aufs Geld schauen. Man werde "die Interessen der öffentlichen Hand im Blick haben", betonte eine Sprecherin des bayerischen Kunstministeriums auf Anfrage in München. "Die anstehende umfassende Sanierung des Bayreuther Festspielhauses soll auch zum Anlass genommen werden, die Strukturen der Bayreuther Festspiele näher zu betrachten und zu würdigen."

Nachdem Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) zum Jahreswechsel angekündigt hatte, sich die Strukturen auf dem Grünen Hügel vornehmen zu wollen, hat der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung einen Arbeitskreis zur Reform der Satzung der Stiftung wiederbelebt.

Nach Ministeriumsangaben wird es der Arbeitsgruppe vor allem um "die Stiftung selbst sowie deren Leistungsbeziehungen zur Bayreuther Festspiele GmbH als Mieterin des Festspielhauses und Festspielunternehmerin" gehen.

Die Richard-Wagner-Stiftung wurde 1973 errichtet und ist Eigentümerin des Festspielhauses. Sie wählt auch den Festspielleiter. Die Arbeitsgruppe, die nun die Satzung auf den Prüfstand stellen soll, gebe es bereits seit 2007, sagte Katharina Wagner. Sie sei also nicht neu, habe aber seit damals nicht mehr getagt.

© dpa-infocom, dpa:210712-99-347296/2

 
 
 

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