Bayern Minister: Bald wieder überall Präsenz-Jugendarbeit zulassen

Carolina Trautner (CSU), Sozial- und Familienministerin von Bayern, spricht. Foto: Matthias Balk/dpa/dpa

München - Nach oft monatelanger Corona-Zwangspause setzen sich die Familienminister von Bund und Ländern dafür ein, bald wieder Jugendarbeit in Präsenz zu ermöglichen oder die Angebote auszuweiten. Das sagte die Vorsitzende der Familienministerkonferenz, Bayerns Ressortchefin Carolina Trautner (CSU), am Donnerstag nach Online-Beratungen in München.

Jedes Bundesland gehe einen eigenen Weg, sagte Trautner. "Aber uns alle eint ein Ziel: Wir setzen uns dafür ein, bald wieder Begegnungsräume für junge Menschen und Präsenzangebote in der Jugendarbeit zuzulassen oder weiter zu öffnen." Auch grundsätzlich wolle man erreichen, "dass die Einschränkungen für Kinder und Jugendliche möglichst bald bald wieder gelockert werden können", so Trautner.

Unter anderem wollen Bund und Länder nach den vielen Monaten der Pandemie gemeinsam neu für die Angebote der Jugendarbeit werben - und dabei auch den Ausbau digitaler Angebote weiter vorantreiben. Digitale Kontakte könnten "reale" Kontakte aber nicht ersetzen.

"Kinder und Jugendliche sind von der Pandemie besonders betroffen", sagte Trautner. Deshalb müsse man alles tun, die negativen Folgen möglichst gering zu halten. Und wo nötig müsse man durch spezielle Unterstützungsprogramme für einen Ausgleich sorgen.

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sagte: "Wir kommen nun wieder in eine Situation, in der wir keinesfalls nur über Inzidenzen diskutieren dürfen, sondern das Wohl junger Menschen als eigenen Faktor in die aktuellen Überlegungen mit einbeziehen müssen."

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte: "Kinder, Jugendliche und ihre Familien schauen auf eine lange und harte Zeit zurück. Wir sehen Bildungs- und Bindungsverluste, wir sehen seelische und körperliche Belastungen. Es ist wichtig, gemeinsam anzupacken, damit Kinder und Jugendliche Versäumtes aufholen können."

Zum ersten Mal kamen bei der Konferenz auch Kinder und Jugendliche zu Wort, um Ideen einzubringen, wie sie bei aktuellen Themen und politischen Entscheidungen stärker beteiligt werden können. "Gerade in Zeiten von Corona ist die Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen wichtiger denn je", sagte Trautner.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-495051/2

 

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