Bayern Millionen-Klage um Brandschutz beschäftigt Amtsgericht

Nürnberg (dpa/lby) - Die Millionen-Klage um den Brandschutz an fünf Hochhäusern in Nürnberg wird das Amtsgericht noch länger beschäftigen. Am Dienstag verhandelte es nach Angaben eines Gerichtssprechers rund vier Stunden über die Fragen, ob die ehemalige Hausverwaltung die nach ihren Angaben leicht brennbaren Fassaden im Oktober 2018 voreilig entfernt haben könnte oder nicht.

Das hatte damals erhebliche Folgen für die Gesundheit und den Geldbeutel der Bewohnerinnen und Bewohner, weil sich angesichts der niedrigen Außentemperaturen in den Wohntürmen Schimmel bildete. Die Wohnungseigentümer verklagen die Immobilienverwaltung deshalb auf rund 15 Millionen Euro Schadenersatz. Sie verlangen, dass diese die Kosten für Abriss und Sanierung übernimmt.

Das Amtsgericht muss nun klären, ob die Beklagte ihre Pflichten verletzt haben und damit auch für den Schaden verantwortlich sein könnte. Bis zum 30. November haben beide Seiten Zeit, um Stellungnahmen abzugeben. Am 17. Dezember will das Amtsgericht eine Entscheidung verkünden. Das müsse aber kein Urteil, sondern könne auch ein Beweisantrag sein, sagte der Gerichtssprecher.

© dpa-infocom, dpa:211005-99-489018/2

 

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