Bayern Mariä Himmelfahrt: Hier ist der 15. August kein Feiertag

Die Katholiken vor allem im Süden Bayerns feiern an Mariä Himmelfahrt einen ihrer traditionsreichsten Feiertage. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa

Mariä Himmelfahrt - ein Feiertag in Bayern? Nicht überall. Während in ganz Niederbayern und Oberbayern in allen Gemeinden der 15. August frei ist, trifft das in Oberfranken und Mittelfranken für die meisten Kommunen nicht zu. In drei der acht bayerischen Großstädte ist der Donnerstag ebenfalls ein ganz normaler Arbeitstag.  

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilte, ist in Bayern das Fest Mariä Himmelfahrt in 1.704 von insgesamt 2.056 Gemeinden ein gesetzlicher Feiertag. 83 Prozent der Kommunen können sich also über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Gemäß dem Feiertagsgesetz ist der Tag nur dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn in der entsprechenden Gemeinde mehr katholische als evangelische Einwohner wohnen. 

Die Festlegung beruht auf den Ergebissen der Volkszählung von 2011, bei der standardmäßig auch die Konfession befragt wurde. In Niederbayern und Oberbayern ist der 15. August überall Feiertag. Auch in der Oberpfalz überwiegt die Zahl der Katholiken. In diesem Bezirk herrscht in 96 Prozent der Gemeinden Feiertagsstimmung.

In Schwaben (95 Prozent) sowie in Unterfranken (87 Prozent) ist der 15. August für die meisten Bürgerinnen und Bürger ebenfalls frei. In den meisten Gemeinden der evangelisch geprägten Regierungsbezirke Oberfranken beziehungsweise Mittelfranken ist der Tag im August dagegen kein Feiertag, dort sind nur 46 Prozent beziehungsweise 18 Prozent der Gemeinden mehrheitlich katholisch.

 

In diesen Großstädten haben die Geschäfte geöffnet

Während in den bayerischen Großstädten München, Regensburg, Augsburg, Würzburg und Ingolstadt Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag ist, wird in den mittelfränkischen Großstädten Nürnberg, Fürth und Erlangen gearbeitet beziehungsweise sind die Geschäfte geöffnet. 

Was ist eigentlich "Mariä Himmelfahrt"?

Beim Marienfest geht es um die Aufnahme Marias in den Himmel. Katholiken begehen den Feiertag mit Gottesdiensten, Kräuterweihen und Prozessionen. Zu Sträußen gebundene Heilpflanzen, Kräuter und Getreideähren werden gesegnet. Im schwäbischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild nehmen alljährlich Tausende an einer Lichterprozession teil. Am Bodensee stechen Pilger zur Fatima-Schiffsprozession von Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus in See, um sich auf der Dreiländergrenze zu treffen.

An Mariä Himmelfahrt ist kein Tanzverbot. Auch Sportveranstaltungen dürfen stattfinden.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

1 Kommentar

Kommentieren

null

loading