Bayern LSVD fordert: FC Bayern und Arena sollen sich widersetzen

Blick in das leere Münchner Stadion. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild/dpa

München - Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern fordert die Betreiber der Münchner Fußball-Arena und den Besitzer FC Bayern auf, das Stadion am Mittwoch trotz einer Ablehnung der UEFA in den Regenbogenfarben zu beleuchten. "Hier muss ein Zeichen gesetzt werden", sagte Markus Apel, der Vorstand des LSVD Bayern, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Europäische Fußball-Union hatte zuvor einen Appell des Münchner Stadtrats und von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, das Stadion zum dritten Gruppenspiel von Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch (21.00 Uhr) bunt zu erleuchten.

"Ich wünsche, dass sich die Betreiber des Stadions und auch der FC Bayern diesem Beschluss der UEFA widersetzen, in welcher Form auch immer", sagte Apel. Er kündigte Protestaktionen vor der Arena an.

Das Verhalten der UEFA findet er "befremdlich". Der Verband hatte die Ablehnung damit begründet, dass politische Signale nicht erwünscht seien. Hintergrund sind internationale Proteste gegen Ungarn, wo das Parlament jüngst ein von Regierungschef Viktor Orban gewolltes Gesetz billigte, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

"Die UEFA zeigt sehr klar, auf welcher Seite sie steht", meinte Apel. "Sie steht nicht auf der Seite jener, die sich für eine vielfältige und faire Gesellschaft einsetzen, sondern auf der Seite derjenigen, die Vielfalt einengen und Menschen ihre Rechte aberkennen wollen."

© dpa-infocom, dpa:210622-99-96386/2

 

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