Bayern "Look at this": Pinakothek hinterfragt westliche Sichtweisen

Die Neue Pinakothek in München. Foto: Marc Müller/dpa/Archivbild/dpa

München (dpa/lby) - Mit der Ausstellung "Look at This" will die Pinakothek der Moderne in München den vorwiegend westlichen Kontext ihrer Sammlung hinterfragen. Die Schau sei der Abschluss einer intensiven Zusammenarbeit mit dem nigerianischen Kurator Folakunle Oshun, Initiator der Lagos Biennale, teilte das Museum am Mittwoch in München mit. Man wolle mit der Ausstellung die Vielfalt von Perspektiven aufzeigen und fest etablierte, meist westlich geprägte Sichtweisen auf die Kunst, den Ausstellungsraum sowie die Institution Museum beleuchten. Die Ausstellung dauert vom 17. Juni bis 19. September.

Kurator Bernhart Schwenk spricht von einem westlichen Konzept und Konstrukt von Museum. Das zeige sich auch bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die zwar sehr international seien. "Aber diese Internationalität ist westlich", sagte Schwenk. Die Werke stammten vor allem aus Nordamerika oder Europa. In anderen Häusern sei das ähnlich. Wenn Museen weiter in der Gesellschaft relevant bleiben wollten, müssten sie sich ändern und sich anderen Kulturen öffnen, forderte Schwenk, Referent für Gegenwartskunst.

Oshun hat viel Erfahrung. Er lebt in Paris, Berlin und Lagos und setzt sich laut Mitteilung mit den Auswirkungen von Politik und Geschichte auf das kulturelle Erleben auseinander.

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