Bayern Immobilienverband IVD Süd stellt Mietentwicklung vor

Das Problem steigender Wohnkosten bleibt in vielen Städten. Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Die Corona-Krise hatte im vergangenen Jahr weder den Anstieg der Immobilienpreise noch der Mieten gestoppt. Ob sich das seit Herbst geändert hat, will der Immobilienverband IVD Süd heute vorstellen.

Der Immobilienverband IVD Süd legt am Dienstag (1.000) neue Daten zur Entwicklung der Mieten in Bayern vor. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung seit Herbst vergangenen Jahres. Viele Experten gehen davon aus, dass die Corona-Krise den Anstieg der Mieten zwar gebremst, aber nicht gänzlich gestoppt hat.

In München als Deutschlands teuerster Großstadt hatten die Mieten für neue und gut ausgestattete Wohnungen im Herbst sogar die Rekordmarke von 20 Euro pro Quadratmeter überschritten. Deutlich entspannter aus Mietersicht war die Lage lediglich in Ingolstadt, wo sich die Krise bei Audi schon vor Beginn der Corona-Pandemie auf den örtlichen Wohnungsmarkt ausgewirkt hatte.

Kaum beeinträchtigt von der Corona-Krise war der Wohnungsbau, was den Anstieg der Mieten mutmaßlich zumindest etwas verlangsamt hat. Ende 2020 gab es knapp 6,55 Millionen Wohnungen in Bayern, 62 193 mehr als Ende 2019. Offizielles Ziel der Staatsregierung sind allerdings 70.000 neue Wohnungen pro Jahr, diese Zahl ist bislang nicht erreicht worden.

Eine spannende Frage ist, welche Entwicklung der Immobilienverband für die zweite Jahreshälfte erwartet. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem und im nächsten Jahr kräftig wachsen wird. In der Baubranche rechnen viele Fachleute damit, dass in diesem Jahr weniger neue Wohnungen entstehen, teilweise bedingt durch Engpässe bei vielen Baumaterialien.

Weitere Artikel

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse: