Bayern Hoeneß lehnt Playoffs ab: "Ein Gesetz gegen Bayern München"

Ein Spielball liegt auf dem Rasen. Foto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa/Symbolbild/dpa

Salzburg - Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich vehement gegen Playoff-Spiele um die deutsche Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. "Das ist doch nur ein Gesetz gegen Bayern München", sagte der 70-Jährige in der Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" am Montagabend im TV-Sender Servus TV zu der derzeit laufenden Debatte über einen veränderten Spielmodus: "Ich finde das lächerlich. In der Bundesliga soll nach 34 Spieltagen der Meister werden, der durch dick und dünn gegangen ist mit seinem Team."

Der Titelkampf in der Bundesliga leidet seit Jahren unter der Dominanz der Bayern, die aktuell der zehnten Meisterschaft am Stück entgegenstreben. "Das hat doch nichts mit Spannung zu tun", sagte Hoeneß zu Playoffs. In Bezug auf die neue Liga-Chefin Donata Hopfen bemerkte Hoeneß: "Die neue Geschäftsführerin der DFL denkt jetzt Tag und Nacht darüber nach, wie können wir die Dominanz des FC Bayern brechen. Und jetzt kommen sie auf diese Idee."

In keiner großen Fußball-Liga der Welt gebe es Playoffs, argumentierte Hoeneß: "In England nicht, in Frankreich nicht, in Spanien nicht, in Italien nicht. Das K.o.-System gibt es im DFB-Pokal, das K.o.-System gibt es in der Champions League. Und die Meisterschaft muss derjenige gewinnen, der über das ganze Jahr die beste Mannschaft ist." Hoeneß verwies auch auf den ohnehin vollen Spielplan: "Am Ende der Saison, wenn alle kaputt sind, noch Playoffs mit Halbfinale und Finale zu haben, halte ich für eine Witzidee."

Dass sich Bayern-Chef Oliver Kahn offen für eine Debatte über Playoffs gezeigt hatte, kommentierte Hoeneß knapp: "Das ist seine Meinung, meine ist es nicht." Abschließend bemerkte er zu dem Thema in der Sendung sarkastisch: "Wenn sie damit nicht weiterkommen, beschließen sie, dass wir nur noch mit zehn Leuten spielen dürfen."

© dpa-infocom, dpa:220215-99-129614/2

 
 
 

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