Bayern Bayern schwitzt zum Höhepunkt der Hitzewelle

Die Sonne ist umgeben von Wolken, am blauen Himmel zu sehen. Foto: Markus Scholz Foto: dpa

München (dpa/lby) - Zum Höhepunkt der Hitzewelle kommt Bayern ordentlich ins Schwitzen: Unter anderem in Nordbayern sollte es am Donnerstag mancherorts mit bis zu 40 Grad richtig heiß werden. Aber auch im restlichen Freistaat schien die Sonne und die Temperaturen lagen überall über 30 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. An Badeseen, Flüssen und im Freibad suchten die Menschen Abkühlung. Vor Eisdielen waren Schlangen sicher. Auch am Freitag soll es dem DWD zufolge heiß bleiben.

In den Gefängnissen gibt es für die Häftlinge in Bayern aus gegebenen Anlass eine besondere Mahlzeit zur Erfrischung: kalte Gurkensuppe. Es gebe auch mehr frisches Obst und Gemüse sowie Fruchtjoghurt, erklärte das Justizministerium in München. Außerdem teilt das Personal mehr zum Trinken an die Gefangenen aus. Angaben zu den genauen Temperaturwerten in den Haftanstalten gab es nicht.

Vier Jahre lang konnte sich Kitzingen in Unterfranken die heißeste Stadt Deutschlands nennen. 40,3 Grad waren dort im Jahr 2015 gemessen worden. Oberbürgermeister Siegfried Müller sagte der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag, der Hitzerekord sei "schon eine tolle Geschichte" gewesen. Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen löste die unterfränkische Stadt nun ab, dort wurden am Mittwoch 0,2 Grad mehr gemessen. "Ich denke, dass wir in Zukunft gar nicht mehr so nach Rekorden streben sollten, sondern eher mal das Klima im Auge behalten sollten", sagte Müller.

Die lange Trockenheit und der fehlende Regen machen nicht nur den Landwirten Sorgen. Auch die Schifffahrt auf der niederbayerischen Donau könnte Probleme bekommen. Wegen der fallenden Pegelstände rechnet das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes damit, dass Ende der Woche zwischen Straubing und Vilshofen keine Hotelschiffe mehr fahren können.

Wegen der anhaltenden Trockenheit ließ die Regierung von Oberbayern Flugzeuge zur Beobachtung der Wälder in die Luft steigen. Weitere Flüge seien für Freitag geplant, hieß es in einer Mitteilung. Der fehlende Regen verschärfte die Gefahr vor Waldbränden im Freistaat. Der DWD wies auf eine hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr hin, rechnet aber zum Wochenende und zu Beginn der neuen Woche mit einer Entspannung.

 

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