Bayern Herrmann: Deutlich mehr Corona-Tests in Asylunterkünften

In Asylbewerberunterkünften und Ankerzentren sollen künftig deutlich mehr Corona-Tests durchgeführt werden. (Symbolbild) Foto: dpa

In Asylunterkünften in Bayern sollen künftig deutlich mehr Corona-Tests durchgeführt werden - auch verdachtunabhängig. Darauf hat sich die bayerische Staatsregierung am Dienstag geeinigt. 

Bayern hatte bereits Ende Februar begonnen, jeden neuankommenden Asylbewerber unverzüglich zu testen und bis zu einem negativen Testergebnis separiert unterzubringen. Künftig soll nun auch bei jedem positiven Testergebnis in einer Unterkunft grundsätzlich eine Reihentestung durchgeführt werden. Getestet werden sollen dann laut den Worten von Innenminister Joachim Herrmann alle Bewohner und Beschäftigten der betroffenen Unterkunft. Außerdem soll die gesamte Einrichtung mindestens 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden. Erst, wenn ein weiterer Test am Ende der Quarantäne ausschließlich negativ ausfällt, soll diese aufgehoben werden. 

Herrmann kündigte außerdem an, künftig vor jeder Verlegung eines Asylbewerbers verdachtsunabhängig einen Coronatest durchführen zu lassen. "Wir müssen unbedingt vermeiden, dass unerkannter Weise Infektionsherde von einer Region in eine andere verschleppt werden. Eine Verlegung erfolgt daher erst nach Vorliegen des negativen Testergebnisses", so der Innenminister. Daneben baut Bayern auch weiter auf eine reduzierte Belegung der Asylunterkünfte. "Der in der Pandemie massiv zurückgegangene Zugang neuer Asylbewerber hilft uns aktuell, die Belegung wo immer möglich zu entzerren, sei es etwa in Kantinen oder bei der Belegung der Zimmer", so Herrmann.

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