Bayern GEW: Klassenteilung guter Schritt, Maßnahmen reichen nicht

Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild Foto: dpa

München (dpa/lby) - Die Bildungsgewerkschaft GEW hat die vom Kabinett beschlossenen Klassenteilungen grundsätzlich begrüßt. Dass Klassen ab der Stufe 8 in Corona-Hotspots geteilt werden müssen, sei ein kleiner Erfolg, teilte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am Donnerstag mit.

Die Ankündigungen gehen der GEW allerdings nicht weit genug. Unverständlich sei, warum der Wechselunterricht erst ab Klasse 8 eingeführt werden solle und erst ab einem Inzidenzwert von 200. Das entspreche nicht den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).

Die Gewerkschaft hatte in der vergangenen Woche einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht München eingereicht, um kleinere Klassen und die Wahrung des Mindestabstands gerichtlich durchzusetzen. Dies sei richtig gewesen, betonte die GEW nun. "Wir hoffen, dass es in den nächsten Tagen zu einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts kommt", sagte Martina Borgendale, Vizechefin der GEW in Bayern. Die Maßnahmen reichten insgesamt nicht aus, um das Infektionsgeschehen deutlich zu minimieren. "Das Vorziehen der Winterferien um zwei Tage ist nicht mehr als Symbolpolitik", sagte Borgendale. "Den Schülertransport dagegen zu entzerren, ist eine notwendige und richtige Maßnahme."

Positiv sei, dass das Infektionsrisiko an Schulen endlich anerkannt werde. "Es scheint sich die Einsicht durchzusetzen, dass auch in Kitas und Schulen Infektionen verbreitet werden und die hohen Zahlen nur mit Veränderungen in diesen Bereichen in den Griff zu bekommen sind", hieß es in der Mitteilung.

 

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