München - Der überraschende Vorstoß zweier Privatleute für die Austragung Olympischer Winterspiele 2030 ist auch mit den zwei möglichen Veranstaltungsorten in Bayern nicht abgestimmt worden. Ein Bank-Manager und ein Publizist hatten in der Nacht auf Dienstag öffentlich gemacht, dass sie eine Olympia-Bewerbung von Thüringen, Sachsen und Bayern vorantreiben wollen. In ihrem Plan sind Garmisch-Partenkirchen als Austragungsort für Ski-alpin-Rennen und Nürnberg als Spielort für Eishockey vorgesehen. "Das ist doch lächerlich", sagte Vorstand Peter Fischer vom SC Garmisch, der für die Weltcupstrecken im Olympia-Ort von 1936 zuständig ist.

Der Verein habe um kurz nach Mitternacht und damit etwa zeitgleich mit der Veröffentlichung im Internet eine Email von Initiator Mike Helios erhalten. "Das ist doch aus der Hüfte geschossen. Mit uns hat keiner Rücksprache gehalten", berichtete Fischer der Deutschen Presse-Agentur und erinnerte daran, dass der Weg für eine Bewerbung über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gehen müsse.

Auch die Verantwortlichen der Nürnberger Mehrzweckarena, in der laut Plan neben Berlin, Leipzig, Köln, Mannheim, Hannover und Düsseldorf Eishockey-Partien stattfinden sollen, wurden von den zwei Initiatoren nicht kontaktiert, wie ein Sprecher auf Anfrage mitteilte.