Garmisch-Patenkirchen (dpa/lby) - In der Nähe von Garmisch-Patenkirchen hat es ein Erdbeben gegeben. Es ereignete sich nach Angaben des Bayerischen Erdbebendienstes am Freitagmittag mit einer Stärke von 2,7 und dauerte einige Sekunden an. Für Menschen war es den Angaben nach zu spüren. Verheerende Beben hätten die Stärke 9, sagte ein Experte vom Geophysikalischen Observatorium der Ludwig-Maximilians Universität (LMU) in München. Die Skala sei nach oben hin offen.

Solche Beben seien zwar nicht ungewöhnlich, sagte der Fachmann weiter. Allerdings komme es selten vor, dass Menschen die Erschütterung tatsächlich spüren. Erdbeben entstünden durch Spannungen im Boden, die sich über einen längeren Zeitraum aufbauen und dann zufällig lösen.

Das Epizentrum lag einige Kilometer östlich von Garmisch-Patenkirchen. Schon am Donnerstag war nach Angaben des Erdbebendienstes der LMU und des Bayerischen Landesamts für Umwelt in der Gegend ein Erdbeben der Stärke 1,7 aufgezeichnet worden. Menschen, die es mitbekommen haben, sollten sich beim Erdbebendienst melden.