Bayern Bistümer gedenken der Corona-Toten

Zahlreiche brennende Teelichter stehen auf den Stufen zu einem Altar. Foto: Ole Spata/dpa Foto: dpa

München (dpa/lby) - Gläubige in Bayern haben am Samstag der Opfer der Corona-Pandemie gedacht. Im Erzbistum München und Freising sowie in den Bistümern Passau und Würzburg gab es Gedenkgottesdienste. Damit beteiligten sie sich an der Initiative des Rates der europäischen Bischofskonferenzen, der zum Corona-Gedenken aufgerufen hatte.

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, rief im Münchner Liebfrauendom zum Gebet für die Verstorbenen auf. Seine Hoffnung sei, "dass wir durch diese Krise auch merken, welche Kräfte in einer Gesellschaft sind, wenn die guten und die engagierten Menschen zusammenstehen - und dazu wollen wir als Christen gehören".

Marx sprach von einem belastenden Jahr. Die Corona-Krise sei eine Herausforderung für das gesellschaftliche und persönliche Leben. "Wir spüren, dass es jetzt immer schwerer wird, das in guter Weise miteinander auszuhalten." Es sei wichtig, "auch in einer solchen Zeit nicht oberflächlich zu werden". Er warnte vor einer Kultur der Gleichgültigkeit und rief zur Kultur der Erinnerung auf.

Bischof Franz Jung erinnerte im Würzburger Kiliansdom insbesondere auch an die Angehörigen von Kranken und an die Hinterbliebenen der Corona-Toten. Das Leid der Betroffenen bleibe oftmals unsichtbar. "Es ist kaum möglich, die Kranken in den Krankenhäusern zu besuchen. Abschied zu nehmen auf den Friedhöfen ist schwer angesichts der Restriktionen", bedauerte er.

In der Passauer Stadtpfarrkirche St. Paul gedachte Pfarrer Michael Gnan auch der Menschen, die zwar nicht an Covid-19 erkrankt sind, aber deren berufliches Leben durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bedroht wird.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-627524/2

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse: