Bayern Bisher keine vermehrten Impfdurchbrüche im Kreis Altötting

Eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes impft eine Frau in einer mobilen Impfstation. Foto: Gregor Fischer/dpa/Symbolbild/dpa

München (dpa/lby) - Im Landkreis Altötting sind viele Menschen überdurchschnittlich mit der Chemikalie PFOA belastet - konkrete Hinweise auf eine häufigere Unwirksamkeit von Corona-Impfungen gibt es bislang aber nicht. Man könne bisher nicht feststellen, dass in der Region vermehrt Impfdurchbrüche stattgefunden hätten, sagte der Präsident des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Walter Jonas, am Donnerstag im Umweltausschuss des Landtags. Er reagierte damit auf Medienberichte über Sorgen der dortigen Bewohner. Jonas kündigte aber umfassendere Untersuchungen zu dem Thema an.

Das Gesundheitsministerium hat ebenfalls genauere Untersuchungen angekündigt. Man nehme die Sorgen der Menschen sehr ernst. "Deshalb ist es auch unser Ziel, Erkenntnisse zu einem möglichen Einfluss einer PFOA-Belastung auf das Immunsystem zu gewinnen", sagte ein Sprecher. Dazu sollen Antikörperbestimmungen angeboten werden.

"Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Covid-19-Schutzimpfung aufgrund einer PFOA-Belastung weniger wirksam wäre", erklärte das Ministerium. Die Zahl der Impfdurchbrüche an allen Meldefällen liegt mit 3,5 Prozent sogar niedriger als der Wert für Oberbayern (5,9 Prozent) und für ganz Bayern (4,6 Prozent).

PFOA war bei Chemiefirmen unweit von Altötting lange legal im Einsatz - lange war deshalb das Trinkwasser in der Region damit verunreinigt. Inzwischen ist der Einsatz der Chemikalie, die in der EU seit 2020 nicht mehr hergestellt werden darf, seit einigen Jahren beendet. Bei der Wasserversorgung werden inzwischen Aktivkohlefilter verwendet.

© dpa-infocom, dpa:211021-99-678948/2

 

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