Aschaffenburg (dpa/lby) - Wegen gefährlicher Körperverletzung nach einem Nachbarschaftsstreit um falschparkende Autos ist am Donnerstag ein 29-jähriger Mann vorm Landgericht Aschaffenburg zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Der Mann hatte einem Nachbarn mit einem Revolver in den Bauch geschossen, nachdem das Opfer zuvor den Vater des Angeklagten mit Fäusten geschlagen hatte.

Anlass war ein bereits länger andauernder Konflikt um Parkplätze im Hof eines Mehrfamilienhauses. Das spätere Schussopfer soll sich mehrfach über wildparkende Autos verschiedener Familien geärgert haben. Die Staatsanwaltschaft hatte auf versuchten Totschlag plädiert und viereinhalb Jahre Haft für den geständigen Angeklagten gefordert. Die Verteidigung hatte auf Notwehr plädiert.