Bayern Bauboom hält an - größte Zuwächse in der Oberpfalz

In Bayern wird weiter fleißig gebaut. Foto: Sophie Schattenkirchner

Der Boom im bayerischen Baugewerbe hält an. Im Januar 2019 erzielte die Branche in Bayern einen Umsatz von insgesamt 753,4 Millionen Euro, wie das Bayerische Landesamt für Statistik diese Woche mitteilte. Eine Steigerung von mehr als zehn Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr gab es damit knapp ein Viertel mehr Bauaufträge.

Die Bauunternehmen in sechs von sieben Regierungsbezirken haben ihren Umsatz gesteigert. Die Oberpfalz verzeichnete den größten Umsatzzuwachs, fast 30 Prozent mehr als im Januar 2018 wurde erwirtschaftet. Abgeschlagen ist Oberfranken mit rund zehn Prozent. Der Löwenanteil des Umsatzes wurde dabei mit fast 28 Prozent in Oberbayern eingefahren. In Niederbayern circa 15,8 Prozent, in der Oberpfalz 14,3 Prozent.

In Niederbayern stiegen die Umsätze von 2017 auf 2018 in allen Landkreisen – mit einer Ausnahme von Kelheim, wo er um rund zehn Prozent sank, von 112 Millionen auf rund 100 Millionen. Im Landkreis Deggendorf, Gesamtspitzenreiter in Niederbayern, gab dagegen es einen Anstieg von rund 22 Prozent von 648 Millionen Euro auf 797 Millionen Euro.

46,2 Prozent mehr Straßenbau

Mit Ausnahme des "öffentlichen Hochbaus für Organisationen ohne Erwerbszweck" (darunter fallen etwa Schulen, Krankenhäuser oder Sportplätze), bei dem die Aufträge gut 37 Prozent unter dem Vorjahresniveau leigen, entwickelten sich die Auftragseingänge in den anderen Sparten positiv – sei es beim Wohnungsbau, beim öffentliche Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen, oder beim Straßenbau, die jeweils um die 40 Prozent im Plus sind. Beim Straßenbau liegt der Zuwachs sogar bei rund 46 Prozent. Insgesamt steigerten sich die Auftragseingänge in ganz Bayern um rund ein Viertel.

Mehr Beschäftigte als im Vorjahreszeitraum

Das Wachstum scheint sich in der Beschäftigung niederzuschlagen. Für mehr Aufträge brauchen die Baufirmen mehr Mitarbeiter. Ende Januar 2019 waren insgesamt 90.341 Menschen im Baugewerbe beschäftigt, rund sieben Prozent mehr als vor Jahresfrist. Diese Beschäftigten leisteten im Januar ein Pensum von insgesamt 4,7 Millionen Arbeitsstunden und verdienten 268,7 Millionen Euro.

In ganz Niederbayern waren 2018 mit knapp 15.000 Beschäftigten 536 personen mehr im Bausektor beschäftigt als noch im Jahr davor. Spitzenreiter war hier wieder der Landkreis Deggendorf mit 3.849 Beschäftigten.

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